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Heißes Rennen für den guten Zweck

12 starke Teams auf dem Boennering

Am 11. Februar gegen 15.00 Uhr war die Stimmung am Boennering aufgeladen. Sechs Teams traten auf Europas modernster Carrerabahn gegeneinander an. Und so wurden noch einige Trainingsrunden gefahren, bis Rennleiter Martin Redel das Startsignal gab.

Bereits zum dritten Mal wurde ein Renntag zugunsten der “Elternhilfe Rett-Syndrom e.V.“ veranstaltet, der von vielen Sponsoren unterstützt wurde.

Elke Quast aus der Geschäftsstelle des Vereins und Mutter eines erkrankten Mädchens, war begeistert von der herzlichen Atmosphäre in Bönningstedt und freute sich über die vielen Teilnehmer. Die Elternhilfe Rett-Syndrom versteht sich als eine Plattform, um die Erkrankung bekannter zu machen und betroffenen Familien zusammenzubringen und zu unterstützen.

Das Rett-Syndrom ist eine genetisch verursachte neurologische Erkrankung mit der Folge von erheblichen körperlichen Beeinträchtigungen sowie dem teilweisen oder vollständigen Verlust der erworbenen Sprachfähigkeit.

Betroffen sind fast ausschließlich Mädchen. Es handelt sich um ein äußerst seltenes Krankheitsbild und daher ist die Forschung auf dem Gebiet auch noch nicht besonders weit, da mit ihr erhebliche Kosten verbunden sind.

Schwangerschaft und Geburt verlaufen normal, ebenso die Entwicklung der Kinder in den ersten Lebensmonaten.

Im ersten Stadium der Krankheit jedoch, zwischen 6 und 18 Monaten, sind erste Auffälligkeiten wahrzunehmen: Die Entwicklung der Kinder stagniert für eine gewisse Zeit, sie verlieren bereits erworbene Fähigkeiten, wie z.B. ihre sinnvollen und zielgerichteten Handbewegungen, ihre Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit lässt nach.

Im zweiten Stadium, zwischen dem 1. und 4. Lebensjahr, zeigen sie autistische Verhaltensweisen, häufig begleitet von Unruhezuständen und Schreiattacken. Fast alle Kinder sprechen nicht mehr, sie erlernen entweder das Laufen nicht oder ihr Gangbild wird schwankend.

Im dritten Stadium, nach dem 4. Lebensjahr etwa, werden die Kinder scheinbar stabiler. In dieser Zeit fallen sie durch cerebrale Anfälle, Atmungsauffälligkeiten und die Ausbildung einer Skoliose auf. Diese Phase kann über Jahre dauern. Ihre Kommunikationsfähigkeit kann sich verbessern, sie werden insgesamt ruhiger und öffnen sich wieder ihrer Umwelt.

Aus den Startgeldern der Teilnehmer und Spenden kam schließlich die großartige Summe von 3.415 Euro zusammen!

Das Geld soll für die Vereinsarbeit eingesetzt werden, zum Beispiel dafür, den Betroffenen Familienfreizeiten zu ermöglichen. Mehr Informationen zur Arbeit des Vereins gibt es im Internet unter www.rett-syndrom-elternhilfe.de. Auch Spenden können hier direkt getätigt werden (Spendenbescheinigungen können ausgestellt werden). aw

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