Hasloh: Suche nach neuem Chorleiter ist eskaliert
Nachdem Chorleiter Kai Schnabel zu Ende letzten Jahres gekündigt hatte, machten Chor und Kirche sich auf die Suche nach einem neuen „obersten Hirten“ für Black Rose Gospel. Die Kirche gab eine Stellenanzeige auf und auch die Chormitglieder suchten aktiv. Schnell war mit Uta Wilken eine Übergangslösung gefunden, Kirche und Chor waren happy. Es wurde – wie auch bisher – jeden Mittwochabend in der Kirche geprobt. Leider konnte sie nur vier Proben abhalten, das war von Anfang an klar. Also wurde weitergesucht und der Chor fand in Irene Otto eine zuverlässige und erfahrene Musikerin, die Lust hatte, den Chor kompetent zu leiten.
Am 17. Mai tagte jedoch der Kirchengemeinderat und beschloss, dass künftig Kirchenmusiker Michael Schmult die Leitung des Chors übernehmen solle. Der Chor war vorher nicht gefragt worden und auch keine Vertreter zur Sitzung eingeladen worden.
Außerdem war bekannt, dass der Chor gern mit Irene Otto zusammenarbeiten möchte, erklärten die Chormitglieder Karin Deuticke-Thies, Ute Meister, Ursel Meyer und Dirk Wilke im Gespräch mit dem Dorf-Geflüster.
Ferner sollten sich auch die Probentermine ändern: künftig sollte dienstags – und das auch nur alle 14 Tage – geprobt werden. Als dies dem Chor mitgeteilt wurde, erklärten die Mitglieder der Kirche gegenüber, dass sie dienstags keine Zeit hätten. „Außerdem sind wir Laiensänger, wir müssen jede Woche üben sonst bringt das gar nichts“, sagte Dirk Wilke im Gespräch mit dem Dorf-Geflüster. Wobei die Chormitglieder betonten, dass sie nichts gegen Michael Schmuldt persönlich hätten.
Also schrieb der Chor der Kirche einen Brief, dass die Mitglieder gern weiterhin mit Irene Otto wöchentlich am Mittwoch proben möchten.
Die Kirche hingegen verkündete Dienstag den 5. Juni als nächsten Probentermin. Der Chor hatte der Kirche aber ja bereits mitgeteilt, dass er dienstags aus Termingründen nicht würde proben können. Von den Chormitgliedern erschien daher niemand zum angesetzten Termin. Stattdessen trafen sie sich am nächsten Tag zur gewohnten Zeit am gewohnten Ort. Die Probe lief normal an, bis Pastor Florian Niemöller die Kirche betrat und nach einem kurzen Gespräch verkündete, dass der Chor so leider nicht weiter in der Kirche proben dürfe. „Daraufhin haben wir all unsere Sachen ausgeräumt und den Schlüssel bei Pastor Niemöller abgegeben“, berichtete Karin Deuticke-Thies.
„Es ist der Chor der Kirchengemeinde“, begründete Pastor Florian Niemöller das Vorgehen. „Und die Kirche ist Anstellungsträger des Chorleiters.“ Die aktuelle Entwicklung bedauert er jedoch sehr: „Die Kommunikation ist von Seite der Kirche aus nicht optimal gelaufen. Ich wünsche mir, dass wir uns zusammenraufen.“ Er setzt auf die nächste Sitzung des Kirchengemeinderats am 21. Juni. Zu der sind Vertreter des Chors eingeladen und wollen diesen Termin auch gern wahrnehmen. „Black Rose Gospel ist ein großartiger Chor!“ erklärt Pastor Niemöller abschließend. aw
- Sprachen mit dem Dorf-Geflüster (v-l.): Karin Deuticke-Thies, Dirk Wilke, Ute Meister und Ursel Meyer vom Chor Black Rose Gospel
- Die Chormitglieder trugen ihre Sachen aus der Kirche
- Fassungslosigkeit bei den Chormitgliedern
Dorfgeflüster Informationen rund um Bönningstedt, Ellerbek, Schnelsen, Hasloh, Quickborn und Rellingen.



Leider ist der Gospel Chor aus Hasloh von Seiten der Quickborner Kirche seit ein paar Jahren schon nicht
voll dazugehörig behandelt worden. Aber dieses Verhalten seitens der Kirche und den Pastoren/innen ist schlicht und ergreifend “das Letzte “. So kann man auch eine jahrelange Chorgemeinschaft, die fest hinter ihrer Sache steht, demontieren. Unglaublich! Christlich?