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Bönningstedt: Zeitgeschehen im Miniatur-Format

Künstler Harald Schwarzlose (links) und Joachim Czolbe vom Heimatverein Bönningstedt begleiteten die Ausstellung im Alten Rektorhaus.

Künstler Harald Schwarzlose (links) und Joachim Czolbe vom Heimatverein Bönningstedt begleiteten die Ausstellung im Alten Rektorhaus.

Manchmal braucht er nur wenige Tage, an anderen bastelt er mehrere Wochen: Harald Schwarzlose fertigt seit Jahrzehnten liebevoll und mit einigem Geschick Dioramen an. 30 seiner dreidimensionalen Bilder in Schaukästen hat Schwarzlose nun im Alten Rektorhaus in der Kieler Straße ausgestellt. Diorama – der Begriff kommt aus dem Griechischen – bedeutet „Einblick“. Die Idee hatte Schwarzlose, ein begeisterter Segler und langjähriger Chefredakteur eines Fachmagazins für Yachten, im Urlaub aufgeschnappt. „Da war ich auf einem Markt, wo Einheimische Souvenirs angeboten haben, bei denen sie Urlaubsmotive in Sardinendosen geklebt hatten.“ Noch im Hotel bastelte Schwarzlose ein solches Souvenir nach. „Das war für mich der Schlüssel und ich habe mich gefragt: Wie kann man das erweitern?“, berichtete er während der Ausstellung.

Meistens verarbeitete er in den nächsten Jahren Themen, die ihn selbst berührten und interessierten. Nicht wenige seiner Werke haben eine gesellschaftskritische Botschaft. „Bis meine Frau sagte: Du musst auch mal was Lustiges machen“, lachte Schwarzlose. Seine Ehefrau Christel, mit der ihn die Liebe zum Segeln verbindet, sorgte so dafür, dass Schwarzlose inzwischen eine große Vielfalt von Werken – lustige, aber auch ernste – vorweisen kann. Um seine Ideen umzusetzen, verwendet er alle möglichen Materialien: Modelleisenbahnzubehör, aber auch Postkarten und Golfbälle. „Ich muss etwas sehen, dann kommt mir automatisch eine Idee“, sagte er über seine Inspiration. nas

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