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Anwohner gründen Bürgerinitiative

Während der Einwohnerfragestunde der Gemeindevertretersitzung meldete sich Sebastian Kranz, Anwohner der Kirschenallee, zu Wort. „Ich habe bereits im Bauausschuss davon berichtet, dass wir die Raserei in unserer Straße nicht länger hinnehmen wollen. Ich bin völlig überrascht von den vielen solidarischen Rückmeldungen aus der Nachbarschaft. Wir sind alle frustriert darüber, dass über Jahre nichts passiert ist“, sagte Kranz. Einige Bürger hätten sich nun zu einer Bürgerinitiative zusammengefunden, um gemeinsam etwas zu bewegen. „Vielen Dank, dass Sie die Geschwindigkeits-Messanlage nun in der Kirschenallee aufgestellt haben, das erhöht die Sensibilität“, sagte Kranz. Um allerdings die tatsächlich gefahrenen Geschwindigkeiten zu erfassen, sei es sinnvoll, das Display abzuschalten.

„Wir sehen das Problem und es ist flächendeckend in Hasloh“, antwortete Bürgermeister Bernhard Brummund (SPD). Es betreffe alle Ausweich- und Abkürzungsstrecken, deshalb sei ein Unterausschuss eingerichtet worden, der sich mit der Verkehrssituation befasse. „Wir haben mit dem Einbauen von Schwellen begonnen, um deren Wirkung zu testen“, berichtete der Bürgermeister. Allerdings seien die Reaktionen aus der Bevölkerung sehr unterschiedlich gewesen. „Einige waren dafür, andere haben uns sehr heftig angepöbelt. Wir stehen als Politiker dazwischen und überlegen, was sinnvollerweise gemacht werden kann“, beschrieb Brummund die Situation. In der Kirschenallee sei die Situation auch deshalb eine Besondere, weil die Route als Ausweichstrecke während der Brückensperrung von zahlreichen Autofahrern erst „entdeckt“ worden sei und jetzt dauerhaft genutzt werde. „Wir haben das Problem erkannt, suchen nach sinnvollen Lösungen und werden versuchen, die Bürger vor Ort künftig besser einzubinden“, kündigte der Bürgermeister an.

Eileen Rohrbach (SPD) stimmte dem zu und betonte, dass sie die Gründung einer Bürgerinitiative begrüße. „Wir können gern zusammenarbeiten und zum Beispiel in einem Workshop gemeinsam ein Konzept ausarbeiten“, schlug sie vor. Auch sie berichtete von bösartigen Beschimpfungen nach dem ersten Einbau von Schwellen auf der Straße. „Wir bekommen bald die Messprotokolle und werden dann mit einigen Verantwortlichen einen Ortstermin anberaumen“, sagte sie. Auch eine weitere Bürgerin, die seit 42 Jahren in der Kirschenallee wohnt, bat die Politiker eindringlich, nach „schnellen pragmatischen Lösungen“ zu suchen. Geplant ist nun, im März ein Treffen von Bürgern und Politikern zu organisieren. uts

Ein Kommentar

  1. Marianne Engel-Tehrani

    Etappensieg Nr. 1

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