Bönningstedt: Futterknappheit bei den Landwirten
Die rund fünf Hektar große Naturschutzfläche am Bönningstedter Eisteich wurde diesen Sommer nach über 25 Jahren erstmals wieder gemäht. Grund dafür war die seit April andauernde Dürre in Verbindung mit den extrem hohen Temperaturen. Denn sie hat für große Ernteausfälle bei den Bauern gesorgt. So auch auf dem Biohof Langeloh in der Winzeldorfer Straße. Normalerweise füttern die Landwirte ihr Jungvieh im Winter mit selbstangebautem Biofutter: Mais, Gras, getrocknete Ackerbohnen und Erbsen. Aufgrund der Wetterlage war der Ertrag jedoch wesentlich niedriger als sonst und auch die Beschaffung von Biofutter für den Winter extrem schwierig.
Also setzte sich Landwirt Jan Langeloh mit der zuständigen Behörde in Verbindung und fragte an, ob die Familie die Fläche am Eisteich mähen dürfe. Die Behörde stimmte zu und war sogar ebenfalls froh darüber, weil sich danach wieder mehr Artenvielfalt auf dem Gelände entwickeln kann. Also fuhr Schwiegersohn Ruben Langeloh den Trecker und das Abenteuer begann: Da die Fläche viel unebener war, als ein normaler Acker, war besondere Vorsicht geboten. Außerdem war der Bewuchs aus Wildgras, Schilf, Brennnesseln und vielem mehr über 1,50 Meter hoch. Aber alles ging gut und nach drei Tagen Trocknen in der Sonne konnte das Heu eingefahren werden. Und so hatten letztlich alle etwas davon: Die Kühe, die Landwirte und die Natur. aw
- Der Bewuchs war extrem hoch und schwierig zu mähen Foto: privat
- Die Dürre sorgte für starke Ernteausfälle wie hier auf einem Maisfeld in Bönningstedt
- Das Jungvieh soll im Winter mit dem Heu gefüttert werden
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