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Breitband für Bönningstedt

Es liegt keine Unterversorgung vor!

Bisher sind in Bönningstedt keine flächendeckenden Glasfaserleitungen verlegt. Bereits im Jahr 2014 hatte die Fraktion Bündnis90/Die Grünen einen Antrag auf Bereitstellung eines solchen Netzes gestellt.

Im März dieses Jahres nun wurde während einer Sitzung des Ausschusses für Bauwesen und Umweltschutz berichtet, dass die Gemeinde einen Bewilligungsbescheid des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur in Höhe von 50.000 Euro zur Förderung des Breitbandausbaus erhalten habe. Ein Teil des Geldes wurde dann für Beratungsleistungen eingesetzt, die nach entsprechenden Prüfungen eine Aussage darüber enthalten, wie die momentane Versorgung im Gemeindegebiet aussieht und was möglich ist.

Die von der Gemeinde beauftragte Firma Geo Data aus Kiel hat mittlerweile bei den Anbietern die entsprechenden Daten abgefragt und ausgewertet. Das Ergebnis wurde während der letzten Sitzung des Ausschusses bekanntgegeben: Die Bönningstedter Haushalte liegen über der Grenze von 30Mbit und gelten damit nicht als unterversorgt. Eine Förderung durch staatliche Mittel aufgrund einer Unterversorgung ist momentan also nicht möglich. „Auf dem Gebiet der Förderungen ändert sich momentan jedoch vieles“, sagte Michael Görres von der Quickborner Verwaltungsgemeinschaft. „Und die Gemeinde kann natürlich trotzdem auf eigene Kosten des Ausbau eines Glasfasernetzes vorantreiben.“ Zum Beispiel wenn sowieso Erdarbeiten in einer Straße geplant sind, könnte ein Rohr für das Glasfasernetz mit eingebaut werden.

Subjektiv fühlen sich aber viele Bönningstedter nicht gerade auf der Überholspur, was die Internetleistung angeht. „Das kann auch daran liegen, dass die Anbieter die Leitungen nur bis zu den Verteilerkästen verstärkt haben“, erklärte Michael Görres. „Von dort in die Häuser liegen teilweise sehr alte Leitungen. Und die können nur eine gewisse Bandbreite übertragen. Wenn dann viele Nachbarn gleichzeitig das Netz nutzen, kann es eventuell zu Engpässen kommen.“

Auf der nächsten Sitzung des Ausschusses für Bauwesen und Umweltschutz am 13. September um 19.30 Uhr im Kulturzentrum wird ein Vertreter der Firma Geo Data die Ergebnisse ausführlich erläutern. Wer sich für das Thema interessiert kommt also vorbei und informiert sich in voller Bandbreite… aw

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