Schildbürgerstreich in Quickborn
Nachdem die Autobahnbrücke am Harksheider Weg in Quickborn wegen der Verbreiterung der A7 monatelang gesperrt war, wurde sie nun wieder freigegeben. Die Freude darüber währte aber nur extrem kurz: bereits nach wenigen Tagen wurden Ampeln aufgestellt und der Autoverkehr wird seitdem einspurig über die Brücke geführt. Auf der anderen Spur sind Fußgänger, Radfahrer und Rollstuhlfahrer unterwegs. Gibt es etwa keinen Bürgersteig mehr? Doch – nur ist der im Zuge der Sanierungsarbeiten leider viel zu schmal ausgefallen. Von ursprünglich 1,35 Metern sind jetzt gerade mal 80 Zentimeter übrig geblieben. Und das ist für eine Begegnung von Radfahrern, Kinderwagen oder Rollstuhlfahrern definitiv zu wenig! Wie es dazu kam? Durch neue Sicherheitsstandards für die Fahrbahn. Es mussten verstärkte Leitschutzplanken angebracht werden, die garantieren, dass Autos und Laster nicht durch das Brückengeländer auf die Autobahn stürzen können. Den Platz dafür zogen die Planer einfach von der Breite des Fußwegs ab. Und nun? Haben die Fußgänger und Radfahrer erstmal reichlich Platz auf der Fahrbahn – eine Dauerlösung soll das aber ja sicher nicht sein. Nun beraten die Firma Via Solutions Nord, die die Sanierungsarbeiten ausgeführt hatte, und die Stadt Quickborn, wie eine dauerhafte Lösung für diesen schmalen Grad zwischen Genie und Wahnsinn aussehen könnte… aw
- Der Fußweg war viel zu schmal und wird nun wieder verbreitert
- Die neuen Leitschutzplanken werden wieder abgebaut
- Der Autoverkehr wird einspurig über die Brücke geleitet
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