Newsticker
Startseite | Orte | Bönningstedt | Bundes- trifft Dorfpolitik

Bundes- trifft Dorfpolitik

Niels Annen (SPD, Mitte) wirbt für die Europawahl

Anlässlich des Neujahrsempfanges folgte Niels Annen (Jahrgang 1973) , Staatsminister im Auswärtigen Amt, einer Einladung der Bönningstedter SPD ins Bönningstedter Kulturzentrum. Zuerst begrüßte Axel Grassmann, SPD-Fraktionsvorsitzender im Gemeinderat, die Gäste – unter ihnen auch Ernst Dieter Rossmann, MdB für den Wahlkreis Pinneberg und Helge Neumann, stellvertretender Kreisvorsitzender aus dem Wahlkreis Pinneberg. Grassmann berichtete, dass Annen „mittlerweile zum dritten Mal“ zu Besuch sei und „das Publikum sich seitdem verdoppelt hätte“. Auch Bürgermeister Rolf Lammert (CDU) und Alt-Bürgermeister Peter Gehring (SPD) gesellten sich zur lockeren Runde. Annen, der im Alter von 16 Jahren in die SPD eintrat, zählt zum linken Flügel der Partei. Sein Vater war Betriebsrat bei der Lufthansa. Annen ist schon seit längerem Außenpolitiker, war der jüngste Sozialdemokrat im Auswärtigen Ausschuss des Bundestages unter Außenminister Steinmeier. Das Abendprogramm sah nun vor, dass der Bundespolitiker zu zwei komplexen Themengruppen sprechen würde, zur Europawahl und zur Migration. Zuerst ging es um Europa. Annen appellierte eindringlich am 26. Mai zur Europawahl zu gehen, „sie ist wichtig für alle demokratischen Parteien“. Es gebe auch innerhalb der EU einen Trend, dass “Regierungen dazu übergehen bilateral zu verhandeln“ , das schwäche die EU, sie müsse aber in der Lage sein „ihre Kräfte zu bündeln um das EU-Projekt fortzuführen“ und um ein starker Verhandlungspartner zu bleiben. „Das Brexit-Chaos zeige, dass Nationalismus in unserer globalen Welt nicht funktioniert“, so Annen. Auch das Migrationsthema ist kein Neuland für Annen, schon 2001 gewann er die Wahl zum Juso-Vorsitzenden, vor allem mit einer Rede, die für „offene“ Asyl- und Einwanderungspolitik zu kämpfen, warb. Seinen Bachelor in Geschichte machte er 2010 zum Thema Vertreibung der Deutsch-Balten im Zweiten Weltkrieg. „Rechtsradikalen und Antieuropäern gelingt es wiederholt die Angst vor Flucht und Migration in den Focus von Debatten zu bringen“, sagte Annen. Zu wichtigen sozialen Fragen wie Kita-Finanzierung und Pflegenotstand würden sie keine Antwort geben, so Annen weiter. Annen beantwortete im Anschluß noch einige Fragen aus dem Publikum, dann ging es am selben Abend zurück nach Berlin. sb

 

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.Benötigte Felder sind markiert *

*