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Lokaltermin mit Bärbel Kote

Bärbel Kote

Bärbel Kote

Das Lampenfieber lässt mich nicht los!

Kurz vor der Generalprobe der Volksspielbühne im TuS Hasloh im großen Saal vom Landgasthof Schadendorf trifft das Dorf-Geflüster Ensemblemitglied Bärbel Kote zum Lokaltermin. Seitdem sie 2011 im Theaterstück „Tratsch im Treppenhaus“ mit viel Spielfreude und Spaß die Meta Boldt verkörperte – einst eine Paraderolle der Ohnsorg-Schauspielerin Heidi Kabel – kennen und schätzen sie viele Fans der Theatertruppe.

Dorf-Geflüster: Gleich ist Generalprobe und Sie wirken etwas aufgeregt…

Bärbel Kote: Ja, das Lampenfieber lässt mich nicht los, obwohl ich schon seit Jahren dabei bin. Die Generalprobe eines Stücks ist für uns alle ein wichtiger Termin – heute dürfen noch kleine Fehler unterlaufen, aber morgen zur Premiere soll alles klappen.

 Dorf-Geflüster: Wann haben Sie Ihr Herz fürs Theater entdeckt?

 Bärbel Kote: Es war 1968. Ich war mitten in meiner Ausbildung zur kaufmännischen Angestellten bei der Firma Siemens in Hamburg. Es gab dort ein Theaterensemble, bei der die Mitarbeiter mit sehr viel Spaß Stücke einstudierten. Und ich hatte damals lange, blonde Haare. Deshalb sprach mich der Regisseur an und fragte, ob ich nicht die Hauptrolle im Weihnachtsmärchen „Aschenputtel“ spielen wollte. Nun, ich wollte. Seitdem bin ich mit dem Theater-Virus infiziert – und seit 1988 bin ich Mitglied bei der Volksspielbühne, habe aber erst 1989 zum ersten Mal hier mitgewirkt.

 Dorf-Geflüster: Gibt es eine Rolle, die Sie besonders gerne einstudiert haben?

 Bärbel Kote: Das ist nach wie vor die Meta Boldt aus „Tratsch im Treppenhaus“. Das Stück haben wir 2010/ 11 gespielt. Ich kannte es vorher aus Ohnsorg-Theater- Ausstrahlungen im Fernsehen. Heidi Kabel hatte die Rolle verkörpert – und ich fand sie ganz toll.

Dorf-Geflüster: Anscheinend hatten Sie Ihre Sache gut gemacht, denn Sie haben sehr, sehr viel Applaus erhalten. Ist Heidi Kabel Ihr Vorbild als Schauspielerin?

 Bärbel Kote: Einer Heidi Kabel kann man nicht gerecht werden, man muss seinen eigenen Weg finden und viel ausprobieren auf der Bühne. Ich hatte nicht gleich zugesagt, als mir die Rolle angetragen wurde, weil ich dachte, ich würde von dem Publikum an Heidi Kabel gemessen werden und glaubte, diesem Anspruch nicht zu genügen.

Dorf-Geflüster: Sie führen beim neuen Stück „Spätlese“ auch Regie. Traut sich das Ensemble eigentlich auch ernstes Theater zu?

Bärbel Kote: Wir würden sofort so etwas spielen, denn es gibt genug interessante Stoffe. Doch unser Publikum kommt zu uns, um sich einen Abend lang zu amüsieren. Das Leben ist zu ernst, da wollen die Zuschauer mal herzhaft lachen. Das heißt aber nicht, dass wir die Schenkelklopfer spielen, es soll auch Inhalt zum Nachdenken geben.

Dorf-Geflüster: Was gefällt Ihnen besser – zu schauspielern oder Regie zu führen?

Bärbel Kote: Beides hat seinen Reiz. Wenn man selbst auf der Bühne steht, geht man eine Symbiose mit dem Publikum ein. Wenn man merkt, dass die Zuschauer mitgehen – das ist nach wie vor ein tolles Gefühl. Das fasziniert mich an jedem Abend, an dem wir spielen. Und das geht bestimmt allen Mitgliedern der Volksspielbühne so.

Das Interview führte Michelle Kossel.

Photo (C) Michelle Kossel

[Übernahme aus dem Dorf-Geflüster Magazin] 

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