Vortrag des Seniorenbeirats Bönningstedt
Der Seniorenbeirat Bönningstedt hatte für den Welternährungstag (16. Oktober) ein passendes Vortragsthema angesetzt: Referent Uwe Nilssson sprach über gesunde Ernährung.
Nachdem der Vorsitzende des Seniorenbeirats, Dr. Eckhard Johannes, die zahlreichen Gäste unterschiedlicher Altersgruppen begrüßt hatte, begann Uwe Nilsson mit seinem Vortrag.
Er erklärte, dass die Essgewohnheiten sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert haben, was viele der Anwesenden nur bestätigen konnten. Es wird immer weniger Zeit in die Zubereitung investiert und stattdessen werden zu viele Fertigprodukte mit den entsprechenden Zusatzstoffen gegessen.
Und auch die Rohstoffe an sich haben sich verändert: Hatte Weizen vor 50 Jahren einen Glutenanteil von gerade einmal 5%, sind es heute 50%. Gluten ist ein Klebeeiweiß, das zum Backen benötigt wird.
Auch essen wir gern weiter wenn wir eigentlich schon satt sind oder mangels Bewegung gar nicht so viel Nahrung benötigen. Frühzeitige Erkrankungen können die Folge sein.
Es wird viel Geld für ungesunde Lebensmittel wie Fastfood, Fertigprodukte, viel Fleisch, Wurst, Süßwaren, Salzgebäck und Limonaden ausgegeben. Weniger hingegen für eine gesunde Ernährung, die aus viel Gemüse, Hülsenfrüchten, Salat, Obst, Nüssen, Kräutern, wenig Fleisch, mehr Fisch, guten Direktsäften und Wasser besteht. Und das, obwohl die meisten freien Radikale, abgesehen von Zigaretten, die unsere Gesundheit angreifen, durch die Aufnahme von Nahrung entstehen.
Bei den Getränken sollte Wasser das Hauptgetränk sein, ergänzt durch Direktsäfte.
Uwe Nilsson beleuchtete außerdem die Bestandteile der gesunden mediterrane Küche: Fisch, Gemüse und Salat sowie Obst.
Generell rät er zu mehr Gemüse, Obst, Salat, Fisch, Nüssen, Kräutern und Hülsenfrüchten – also mehr pflanzlichem Eiweiß. Und entsprechend zu weniger Zucker, Fleisch, Milchprodukten, tierischem Eiweiß, Fertiggerichten, Süßwaren, Salz sowie Salzgebäck und süßen Getränke wie Limonaden.
Auch sollte man auf Cholesterin, das in vielen Lebensmitteln enthalten ist, achten.
Das Gläschen Rotwein ist in Ordnung, denn der Wein enthält Antioxidantien. Aber es bitte auch bei einem Gläschen belassen, denn sonst wirkt der darin enthaltene Alkohol eher kontraproduktiv.
Auch sollten wir darauf achten, langsam zu essen. Die Verdauung findet im Mund statt. Bei langsamem Kauen ist der Hunger früher gestillt, man isst automatisch weniger.
Uwe Nilsson animierte die Besucher auch ruhig einmal eine Mahlzeit wegzulassen, sodass man elf Stunden keine Nahrung zu sich nimmt. Die Bauchspeicheldrüse muss nicht ständig arbeiten und auch der Magen kommt zu Ruhe. Und die sonst für die Verdauung aufzubringende Energie wird einem dann zusätzlich zur Verfügung gestellt.
Auch Naschen ist erlaubt – jedoch möglichst Gesundes wie Nüsse, getrocknete Früchte, Obst, Wurzeln, Gurke oder schwarze Schokolade mit einem Kakaoanteil von mindestens 85%.
Außerdem sollte man unbedingt auf eine gute Mundhygiene achten. Neben dem Zähneputzen sollten auch die Zahnzwischenräume gereinigt werden, weil so gefährliche Entzündungen vermieden werden können.
Während der Veranstaltung beantwortete der Referent viele Frage zu den unterschiedlichsten Punkten. Abschließend betonte er, dass gesunde Ernährung ein Faktor von vielen ist für ein gesundes, glückliches und möglichst langes Leben. Auch ausreichend Bewegung, soziale Kontakte, innere Ausgeglichenheit und das Meiden von Giftstoffen gehöre dazu. aw
- Dr. Eckhard Johannes (re.) hatte Uwe Nilsson eingeladen, den Vortrag zu halten
- Das Thema interessierte verschiedene Altersgruppen
- Die Besucher stellten Fragen zu den unterschiedlichen Aspekten
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