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Estland – mal einfach Radfahren!

 

    

Das Mobilheim für 18 Tage                                    Dr. Katharina Henne

Der Seniorenbeirat lud kürzlich zu einem Reisevortrag über Estland ein, mit dem Titel „Moor, Meer & mehr“. Die Biologin und Umweltpädagogin Dr. Katharina Henne bereiste 2017 mit ihrem Mann Christof radelnderweise das baltische EU-Land.

Zunächst ging es mit der Fähre nach Tallinn. Mit im Schnitt zirka 60 Kilometer Radfahren pro Tag endete dort auch die 18-tägige Rundreise nach 1326 Kilometern – wer jetzt rechnet: es wurde auch mal Strecken mit dem Bus überbrückt. So war es nicht gehetzt, denn „es ist ja Urlaub und kein Radrennen“, so Henne. Zunächst ging es nach Süden, an der Küste entlang mit Besuchen auf den Inseln Saareema, Hiiumaa und Muhu. Ein gut ausgebautes Straßennetz und das mit 1,3 Millionen Einwohnern recht dünn besiedelte Land „sorgten für entspanntes Radeln“.

Typisch für die Landschaft ist der bis an die Küste reichende Wald. Flora und Fauna, vor allem in den Nationalparks, standen besonders im Fokus und wurden zahlreich bebildert vorgestellt. Estland zählt 64 Säugetierarten wie Braunbären, Luxe und Elche und auch Wölfe. „Er war hier nie ausgestorben, man hat sich an ihn gewöhnt“, berichtete Henne. Und es gebe jede Menge Spuren kultureller Vergangenheit, vom deutschen Ritterorden zur Zeit der Kreuzzüge über zahlreiche Herrenhäuser des deutsch-baltischen Adels. Auch das Konzentrationslager Klooga aus nationalsozialistischer Zeit gehörte auf die Agenda. Verständigung funktioniert bei Jüngeren gut auf englisch, viele Ältere sprechen auch deutsch. Nur russisch – ein Viertel der Einwohner sind Russen– ist schwierig, da fehlt es noch an Vergangenheitsbewältigung. sb

Moorsee

 

 

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