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Gefahrstoff auf dem Autobahnrastplatz „Bönningstedt“

Zusammenarbeit mit den USA

Am Samstag, den 01.09., wurde die Freiwillige Feuerwehr Norderstedt zu einem Einsatz auf dem Autobahnrastplatz „Bönningstedt“ an der A7 alarmiert. Vor Ort hatte ein LKW-Fahrer drei Haufen eines gelblichen Granulats entdeckt. Von diesem ging ein stechend-beißender Geruch aus, der sich in Richtung Autobahn ausdehnte. Gegen 09:20 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Norderstedt mit der örtlich zuständigen Freiwilligen Feuerwehr Garstedt und dem Gefahrgutzug alarmiert.

Als Sofortmaßnahme wurden sowohl die Zufahrt zum Rastplatz, als auch der Bereich um das Granulat abgesperrt. Mit Atemschutz und Kontaminationsschutzanzügen ausgestattete Einsatzkräfte gingen daraufhin in den Gefahrenbereich vor, um mit Messgeräten Proben des Stoffes zu nehmen.

Nachdem das erste Messgerät in der Gefahrstoffdatenbank keinen Treffer fand, wurde das ausgeworfene Spektrometer des Stoffes per E-Mail an den 24h-Support des Geräteherstellers in die USA gesendet. Parallel lief die Analyse des zweiten Messgerätes, Letztendlich ergab diese Analyse, dass es sich bei dem aufgefundenen Stoff um Caliumcarbonat handelte. Das Analyseergebnis wurde später aus den USA bestätigt.

Nach Abstimmung mit dem Umweltdienst der Feuerwehr Hamburg wurde der Feststoff im weiteren Einsatzverlauf durch Atemschutzgeräteträger aufgenommen, im Plane eingeschlagen und der Autobahnmeisterei zur fachgerechten Entsorgung übergeben.

Gegen 13:00 Uhr war der Einsatz für die Freiwillige Feuerwehr Norderstedt, die mit rund 40 Einsatzkräften vor Ort war, beendet. Ein Verursacher konnte vor Ort nicht ermittelt werden, vermutlich hat ein LKW, der zuvor auf dem Rastplatz gestanden hatte, die Chemikalie verloren. Caliumcarbonat wird u.a. zur Herstellung von Düngemitteln und in der Glasproduktion eingesetzt. Stäube sind in größeren Mengen für den menschlichen Körper giftig und führen u.a. zu Symptomen wie Atemreizung, Kopfschmerz oder Schwindel.

 

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