Wer genervt ist, soll es sagen
Während der letzten Sitzung des Umweltausschusses war der Fluglärm, dem die Einwohner Haslohs zunehmend ausgesetzt sind, Thema. Das Jahr 2017 war das lauteste Flugjahr mit den meisten Nachtflügen über die Gemeinde. Matthias Guckel (CDU), Vorsitzender des Ausschusses, berichtete, dass zwar bereits Bußgelder bei Verstößen gegen das Nachtflugverbot verhängt werden, diese aber keinen Effekt zu haben scheinen. Das Geld bleibe außerdem in Hamburg – der Lärm allerdings in Hasloh. Über 66% der Starts seien über Hasloh erfolgt und Prognosen zufolge wird der Flugverkehr in den nächsten zehn Jahren noch weiter zunehmen.
Auch die Abkurvpunkte werden nach wie vor nicht eingehalten, sodass die Flugzeuge die eigentlich vorgesehenen Routen verlassen. „Leider haben wir ja keine Bürgerinitiative zu dem Thema mehr“, sagte Matthias Guckel. In Hamburg hingegen gibt es Aktivisten. Und es sieht so aus, als ob sie sich Gehör verschaffen können. „Aus unserer Region liegen hingegen nur sehr wenige Beschwerden vor“, berichtete der Ausschussvorsitzende. „Daher wollen wir die Beschwerdeaktivität steigern um etwas zu bewirken.“ Mit dem nächsten Bürgermeisterbrief soll nun ein Flyer an alle Haushalte verteilt werden, der die Kontaktdaten der für Fluglärmbeschwerden zuständigen Stellen enthält. Für eine Umkehr des Trends, Flüge zunehmend über Hasloh starten zu lassen, könnte aber auch noch mehr getan werden: „In Hamburg hat sich der Senat mit dem Thema befasst“, erklärte Bürgermeister Bernhard Brummund (SPD). „Wir brauchen Unterstützung aus Kiel, von einer höheren Institution.“ aw
Dorfgeflüster Informationen rund um Bönningstedt, Ellerbek, Schnelsen, Hasloh, Quickborn und Rellingen.