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Hausnotruf – Schnelle Hilfe im Ernstfall

Seniorenbeirat Bönningstedt: Vortrag

Bianca Trebbin kam auf Einladung von Dr. Eckhard Johannes nach Bönningstedt

Auf Einladung des Seniorenbeirats Bönningstedt berichtete Bianca Trebbin, Leiterin des PflegeStützpunktes im Kreis Pinneberg, Wissenswertes rund um das Thema „Hausnotruf“. Ein Hausnotruf ist ein elektrisches Meldesystem, das mit einer Notrufzentrale verbunden ist, die im Bedarfsfall Hilfe organisieren kann. Auslöser des Alarms ist ein tragbarer Notrufsender. Sinnvoll ist ein solches System für:

  • allein lebende Menschen
  • Personen mit Einschränkungen in der Mobilität
  • Chronisch Kranke, die z.B. an Asthma, Diabetes oder Epilepsie leiden
  • Menschen, deren Partner (z.B. aufgrund von Demenz) keine Hilfe holen können
  • Personen, die bereits mehrfach gestürzt sind
  • Menschen, die bereits einen Herzinfarkt oder Schlaganfall hatten

Im Notfall kann der Alarm durch einen Sender in einem Armband oder an einem Halsband ausgelöst werden. Er verbindet sich dann mit der Basisstation, die im Haushalt aufgestellt ist, und über dieses Gerät ist dann ein Gespräch mit dem Anbieter möglich. Die jeweilige Notdienstzentrale ist 24 Stunden am Tag besetzt. Dort sind alle wichtigen Daten wie Krankheiten oder Beeinträchtigungen des Kunden sowie ein Wohnungsschlüssel hinterlegt. Viele Anbieter arbeiten mit Pflegediensten zusammen. Der Mitarbeiter entscheidet dann, ob zum Beispiel ein Verwandter oder ein Nachbar, der einen Schlüssel hat, kontaktiert werden soll, ein Mitarbeiter des Pflegedienstes sich auf den Weg macht oder der Rettungsdienst alarmiert wird.

Bei der Auswahl des Anbieters sollte unter anderem darauf geachtet werden, ob ein kostenloser Austausch des Senders gewährleistet ist, wie lang Reparaturzeiten sind und welche Leistungen im Preis inbegriffen sind. Manche Anbieter berechnen Einsätze extra, bei anderen ist eine gewisse Anzahl bereits im Preis inbegriffen (dies kann zum Beispiel bei häufigen Stürzen sinnvoll sein). Der monatliche Basistarif liegt im Schnitt bei rund 20 Euro, bei zusätzlichen Leistungen wird es teurer. Diese sind zum Beispiel Weckdienst, Erinnerung an Medikamenteneinnahme oder regelmäßige Kontrollanrufe. Auch Kombinationen mit Einbruchs-, Feuer- oder Bewegungsmeldern sind möglich.
Die Pflegekasse beteiligt sich unter bestimmten Bedingungen an den Kosten, die Krankenkassen jedoch nicht.
Mehr Informationen rund ums Thema Pflege auch unter der Telefonnummer 04101-55 54 64 oder im Internet unter www.pflegestuetzpunkt-pinneberg.de. aw

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