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Kita und OGTS-Umbau teurer als erwartet

Heftige Diskussion in Ellerbek

Architekt Wolfgang Theine berichtete von den Ergebnissen der Ausschreibung

Während der gestern (3. Mai) stattfindenden Sondersitzung der Ellerbeker Gemeindevertretung ging es um die Submissionsergebnisse für die Erweiterung und dem Umbau der Kita der Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde und die OGTS der Hermann-Löns-Schule.

Die Ergebnisse der Ausschreibungen u.a. in den Bereichen Elektro, Rohbau und Außenanlagen liegen vor. Es zeigt sich: Die Kosten für die Kita sind weit höher, als von Architekt Wolfgang Theine angesetzt. Die Berechnungen von Theine lagen bei rund 448.000 Euro, die Ausschreibungsergebnisse liegen bei 520.000 Euro. Bei der OGTS liegen sie dagegen etwas darunter. Der Architekt hatte mit 230.000 Euro kalkuliert, die realen Kosten in diesem Bereich würden den Angeboten zufolge bei 219.000 Euro liegen.

Bürgermeister Günther Hildebrand (FDP) sagte: „ Es ist die Frage, wie wir jetzt damit umgehen“ und bat die Gemeindevertreter um Wortbeiträge. Martin Berg (CDU) kritisierte die hohen Kosten und sagte mit Hinblick auf die noch ausstehenden Ausschreibungsergebnisse z.B. in den Bereichen Heizung, Sanitär und Tischler: „ Wir wissen nicht, wo Ende ist.“ Im Namen seiner Fraktion sagte er: „Wir tun uns da alle etwas schwer, weil es viel Geld ist und die Haushaltslage nicht gerade üppig ist.“ Rainer Stoldt (FDP) sagte: „Der Architekt musste betteln, damit Angebote kommen. Das Ganze muss man ordentlich vorbereiten, dann bekommt man auch Angebote.“ Stefan Hinners (CDU) erklärte: „ Das liegt an dem zeitlichen Druck, den wir reingebracht haben. Ich glaube, wenn wir fürs nächste Jahr ausschreiben erhalten wir vernünftige Angebote.“ Er zielte damit auf die extrem kurze Umsetzungsfrist noch in diesem Jahr ab. Hans Kröger (SPD) hingegen argumentierte: „Wer gibt uns die Garantie, dass es nächstes Jahr günstiger wird?“ Bürgermeister Günther Hildebrand gab zu bedenken: „Die Erwartungshaltung der Eltern ist, dass mit dem Bau jetzt begonnen wird.“ Außerdem wies er auf die Kosten hin, die der Gemeinde aufgrund bereits fehlender Betreuungsplätze entstehen: „Es sind weit über 100.000 Euro, die wir auswärts zahlen müssen weil nicht genug Plätze bei uns vorhanden sind. Außerdem haben wir in Ellerbek noch sehr friedliche Eltern.“ Weiter wies er auf ein Urteil hin, laut dem Eltern Schadenersatzanspruch in Höhe des entgangenen Lohns zusteht, wenn sie zuhause bleiben müssen, um auf ihr Kind aufzupassen, weil kein Betreuungsplatz angeboten wird.

Architekt Wolfgang Theine sagte: „ Bei einzelnen Gewerken gab es Preisunterschiede von bis zu 45 Prozent bei den Angeboten.“ In Bezug auf die zu erwartende Kostenpolitik der Unternehmen erklärte er: „Ich kann zwar keine Prognose abgeben, denke aber, es wird nicht besser, es wird schlimmer. Alle Gewerke suchen Fachkräfte.“ Nach langer Diskussion im öffentlichen Teil der Sitzung und Erläuterung der Angebote im nichtöffentlichen entschieden sich die Gemeindevertreter letztlich mit einer breiten Mehrheit dafür, den Bau nun durchzuführen. aw

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