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Nell in Tansania – Es gibt viel zu tun.

Die Schüler lieben den Kunstunterricht

Liebe Leser, über ein halbes Jahr ist vorbei. Wir haben viel in den Schulen gearbeitet, die Schüler besser kennengelernt und auch schon einiges vom Land und der Kultur gesehen. Die letzten Monate sind schnell vorüber gegangen und langsam beschleicht mich die Angst, dass auch die folgenden fünf Monate schneller umgehen, als man denkt. Aber noch ist genug Zeit und ich versuche, sie in vollen Zügen zu genießen.

Mit meinem heutigen Bericht möchte ich euch einen genaueren Einblick in unsere Projektarbeit verschaffen.

Direkt in unserem Dorf Uuwo ist die Kiumako Secondary School, dort bieten wir montags einen Umwelt Club an. In den ersten Stunden beschäftigten wir uns mit dem Thema Holz. Wir teilten die Schüler in Gruppen ein und bearbeiteten verschiedene Themen zum Thema Umwelt und wie man diese schützen kann. Wir erklärten den Schülern, wie wichtig es ist, die Ressource Holz zu schützen und zeigten ihnen, wie man die Energiesparöfen (ZamaZama) aufbaut und benutzt.

Nach dem Tag der offenen Tür, in denen die Schüler diese Öfen präsentierten, begannen wir mit dem Thema Plastik. Zuerst zeigten wir ihnen einen kleinen Film in dem Bilder gezeigt wurden von verschieden Orten auf der Welt, die vermüllt waren. Ein Junge, der in einem Meer voller Plastik schwimmt, ein Vogel, dessen Mageninhalt aus Müll besteht, eine Schildkröte, die in Plastik gefangen ist.

Sinnvolle Weiterverwendung – Plastikflaschen als Kerzenhalter

Als wir die Schüler fragten, wo diese Bilder aufgenommen wurden, sagten sie Deutschland. Daraufhin gaben wir den Auftrag, in und außerhalb der Schule nach Müll zu suchen und diesen zu fotografieren.Am Ende zeigten wir die Bilder und erstellten provokative Fragen, um den Schülern zu zeigen, dass direkt vor ihren Augen ein enormes Müllproblem besteht und sie etwas verändern müssen. Wir zeigten ihnen Upcycling-Ideen, wie man zum Beispiel aus einer Wasserflasche einen Kerzenhalter bastelt.

 

 

 

 

Schüler lernen spielerisch den Umgang mit Computern

Im Computer Unterricht fingen wir mit einfachen Übungen auf Paint an, damit die Schüler sich an den Umgang mit der Maus gewöhnten. Drauf folgten Übungen, wie man ein Programm öffnet und schließt und wie man Dokumente speichert. Die Schüler fingen an, auf Word Texte zu schreiben.

Sie sollten Texte von der Tafel laut vorlesen und danach übersetzen, um sich zusätzlich ein wenig in Englisch zu verbessern.

 

 

Kunstunterricht in Tansania

Einmal die Woche bieten wir einen Kunst- oder auch Kreativ-Club an. Dort malen die Schüler, basteln, singen oder schreiben selbst Texte. Sie malen ihren „Lebensweg“, basteln Rasseln, Girlanden, singen tansanische Lieder oder welche, die wir ihnen vorstellen und schreiben Songtexte oder Geschichten.

 

Alles unter Kontrolle – Nell bei der Organisation des Fußballturniers

Zweimal die Woche sind wir an einer anderen Schule. Die Mwika Primary School. Dort fingen wir mit Kunst an, später spielten wir mit ihnen Fußball. Wir Freiwilligen veranstalteten ein Fußballturnier mit den sechsten Klassen aller Schulen aus der Umgebung, an den wir unterrichten. Dabei teilten wir Teams ein und übten viel. Die Kinder spielen generell mit großer Freude Fußball, auch wenn Regeln eine eher kleine Rolle spielen. Das Turnier war ein großer Erfolg und alle hatten sehr viel Spaß.

Da die Schüler an der Mwika Primary School sehr jung sind, haben sie große Schwierigkeiten mit der englischen Sprache. Wir versuchen Ihnen durch spielerische Aufgaben verschiedenste Vokabeln näher zu bringen. Wenn wir Geschichten vorlesen, spielen wir sie nach und übersetzten sie teilweise in Kiswahili. Außerdem sind die meisten Schüler sehr schüchtern und antworten nur sehr leise, deswegen üben wir mit Ihnen laut und deutlich vor der Klasse zu lesen.

Sinnvolle Gesundheitsvorsorge – Neugeborene und kleine Kinder werden untersucht und geimpft.

Jeden Donnerstagvormittag sind wir an der Dispensary. Das ist eine kleine Krankenstation in Uuwo. Jeden Montag und Donnerstag kommen Mütter mit ihren Kindern, damit diese untersucht, gewogen und geimpft werden. Wir helfen den zwei Krankenschwestern bei ihrer Arbeit, indem wir die Kinder wiegen. Oft sind auch Neugeborene und noch sehr kleine Kinder dabei. Es bereitet mir viel Freude, ab und zu eins von Ihnen in den Armen zu halten.

 

 

 

Alle zwei Wochen helfe ich dienstags den Elimu-Freiwilligen beim Kochen. Dafür gehen wir morgens auf dem Markt und kaufen unterschiedliche Lebensmittel u.a. Knoblauch, Ingwer, Öl, Karotten, Orange und Kohl. Dann fahren wir mit einem Pick-Up zu einer der fünf Schulen und bereitet dort für ca. 300 Schüler das Mittagessen vor. Das Obst und Gemüse wird geschnitten und der Reis wird aufmerksam sortiert, denn oft sind kleine Steine im Reis. Wenn die Köchin das Essen fertig gekocht hat, teilen wir es an die Schüler aus. Wenn etwas übrig bleibt, wird auch der Rest noch verteilt. Dabei gibt es dann oft ein großes Gerangel, denn natürlich möchte jeder noch einen Nachschlag.

Jeden Freitag kochen wir auch an der Kiumako Secondary School, da dort jedoch nur um die 60 Schüler zur Schule gehen, ist es nicht ganz so aufwendig.

Ich hoffe, mein Bericht verschafft Euch einen besseren Einblick in meine Tätigkeiten und ich freue mich immer sehr über Rückmeldung, Anmerkung und Fragen (nell.weisse@gmx.de).

Herzlichste Grüße aus dem wunderschönen Tansania

Nell Weiße

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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