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Update: Unfallfahrer bereits zuvor bei der Polizei gemeldet

Kai Hädicke-Schories, Pressesprecher der Polizeidirektion Bad Segeberg, hat am frühen Abend weitere Einzelheiten zum schweren Verkehrsunfall auf der B4 (Kieler Straße) mit zwei Toten bekanntgegeben: „Gegen 14.39 Uhr gingen bei der Einsatzleitstelle mehrere Anrufe ein, die unabhängig voneinander das auffällige Fahrverhalten des Lenkers eines schwarzen BMW meldeten“, berichtet er. So soll das Fahrzeug im Bereich der Quickborner Autobahnauffahrt auf der Landstraße mit etwa 200 Stundenkilometern unterwegs gewesen sein. „Das ist eher selten, dass jemand so massiv auffällig wird, dass gleich mehrere Personen die Polizei rufen“, betonte der Pressesprecher.

Die Leitstelle informierte daraufhin sofort die umliegenden Dienststellen, die umgehend Streifenwagen aussandten. Prompt sah eine Streife um 14.45 Uhr das Fahrzeug, das in Quickborn an der Ampel stand und zunächst nicht losfuhr, dann aber doch auf die B4 abgebogen sei. „Die Streife fuhr dem Wagen dann hinterher mit der Absicht, den Fahrer zu kontrollieren“, so der Pressesprecher weiter. Kurz hinter dem Quickborner Ortsschild gab der Fahrer des BMW mit polnischem Kennzeichen dann plötzlich Gas. „Die Beamten schalteten das Blaulicht ein und verfolgten das Fahrzeug, das allerdings so schnell unterwegs war, dass die Streife drohte, den Sichtkontakt zu verlieren“, berichtete Hädicke-Schories.

Die Beamten hätten dann beobachtet, wie der BMW immer wieder zur Mitte der Fahrbahn gefahren sei – so, als habe er ein anderes Fahrzeug überholen wollen. „Da war aber gar kein anderes Auto. Dann plötzlich fuhr der BMW komplett auf die Gegenfahrbahn und verursachte den Frontalzusammenstoß mit einem Ford Fokus mit Pinneberger Kennzeichen“, so der Pressesprecher. Die beiden PKW seien nach dem Aufprall mit einem Abstand von etwa 80 Metern zum Stehen gekommen und der BMW habe sofort Feuer gefangen. „Die beiden Polizisten konnten die darin sitzende Person nicht mehr retten, das Fahrzeug stand bereits in Vollbrand. Sie haben sich dann um die Insassen des anderen Fahrzeugs gekümmert“, sagte Hädicke-Schories.

Während der Fahrer des Ford noch am Unfallort gestorben sei, habe die Quickborner Feuerwehr die eingeklemmte Beifahrerin befreit. Sie sei mit lebensgefährlichen Verletzungen per Rettungshubschrauber ins Krankenhaus nach Boberg eingeliefert worden. Die Person im BMW verbrannte bis zur Unkenntlichkeit.

Die Feuerwehren übernahmen die Aufgabe der Bergung der beiden Toten. Bilsens Wehrführer Kay Grabowski: „Alle etwa 65 Einsatzkräfte werden im Anschluss an den Einsatz von einem Team der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) betreut. Es ist gut, dass es dieses Angebot gibt.“ uts

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Das ist so schrecklich, dass ich gar keine Worte finde. Wieder mussten Unschuldige ihr Leben lassen bzw. wurden schwer verletzt. Mir tun die Angehörigen sehr leid.
    Ich fahre regelmäßig diese Strecke und so ein auffälliges Fahrverhalten ist mir in den letzten 6 Wochen schon zweimal aufgefallen. Einmal wurde ich bei Tempo 100 im Überholverbot kurz vor Bilsener Wohld überholt, einmal kam mir jemand auf meiner Spur trotz Überholverbot während eines Überholvorgangs entgegen. Man hat dann kaum bzw. gar keine Möglichkeit mehr zu reagieren.

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