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Veranstaltung zum Thema Fluglärm in Hasloh

Viel Lärm um Lärm

Im großen Saal des Landhauses Schadendorf hatten sich rund 100 Besucher zur Veranstaltung „Fluglärmschutzkommission vor Ort“ eingefunden. Sie wollten den Mitgliedern des Gremiums Fragen stellen und Frust loswerden. Schließlich werden die Flüge über Hasloh, besonders während der eigentlichen Ruhezeit nach 23.00 Uhr, immer mehr. Waren es 2013 noch 451, sind es im letzten Jahr 1086 gewesen, die den Schlaf und somit die Gesundheit der Einwohner beeinträchtigten.

Bürgermeister Bernhard Brummund (SPD) berichtete, dass die Gemeinde 2017 von 69.810 Flugbewegungen betroffen war. Das sind 44 % aller Flüge vom oder zum Hamburg Airport.

Nach einem Bericht der Kommissionsvorsitzenden Dr. Gudrun Pieroh-Joußen konnten die Anwesenden nun Fragen stellen und Vorschläge machen. Den, die Betriebszeiten wieder auf 22.00 Uhr zurückzufahren, musste sie leider zurückweisen – ein entsprechender Vorschlag ist von der Wirtschaftsbehörde bereits abgelehnt worden.

Offiziell gelten 1000 Menschen in Hasloh als von Fluglärm betroffen. Dies ist eine geringere Zahl als bei den Flügen, die über Hamburg gehen. Die Meinung der Anwesenden dazu war klar: Es können aber auch nicht Wenige ständig so stark belastet werden.

Dass nicht nur die Zahl der Flugbewegungen zugenommen hat, sondern auch ihre Lautstärke bestätigte Pieroh-Joußen. Dies hänge mit den vermehrt eingesetzten größeren Maschinen zusammen.

Die häufigsten Gründe für die Verspätungen seien bereits auf einem anderen Flughafen zu spät gelandete Flugzeuge, die dann wiederum erst mit Verspätung Richtung Hamburg hatten starten können, das Wetter, die Technik oder Sicherheitsbelange.

Sie berichtete, dass die Kommission an einer „Gemeinsamen Erklärung zum Abbau von Verspätungen nach 23 Uhr am Hamburg Airport“, mitgewirkt habe, die fünf Airlines unterzeichnet hätten. Vielfach fehlt es der Kommission aber an gesetzlichen Grundlagen, die ihr ein stringenteres Vorgehen und härteres Durchgreifen ermögliche.

Und so wurden einige Fragen der Anwesenden beantwortet, versichert, dass es auch auf per Mail eingeschickte Fragen immer eine Antwort gäbe – auch wenn Anwesende anderes zu berichten wussten – und die Möglichkeit genutzt, einmal Dampf abzulassen.

Es blieb aber auch das Gefühl, einem Gremium mit wenig Entscheidungskraft begegnet zu sein, denn die Kommission hat lediglich ein Vorschlagsrecht für Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung vor Fluglärm oder zur Verringerung der Luftverunreinigungen durch Luftfahrzeuge. Und wenn die zuständige Genehmigungsbehörde bzw. die Deutsche Flugsicherung diesen Vorschlägen nicht folgen, müssen sie dies der Kommission lediglich unter Angabe von Gründen mitteilen. Und was folgt daraus? Meist nur heiße Luft. aw

Und wer der Kommission noch etwas mitzuteilen hat, kann dies hier tun:

Telefon: 040 42840-2548

Fax: 040 42797-2548

Mail: fluglaerm@bue.hamburg.de

Homepage: www.hamburg.de/fluglaermbeschwerde

Und Sie können ja sicher sein, dass es auf Ihre Frage auch eine Antwort geben wird…

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