Politiker antworteten auf Fragen der Besucher

Gestalteten den Abend (v.l.): Karl-Heinz Franze (SPD), Singa Gätgens, Rolf Lammert (CDU), Danuta Szczesniewski und Peter Liske (BWG)
Trotz der sommerlichen Temperaturen besuchten über 140 Besucher die Wahl-Arena des Dorf-Geflüsters im Partyspeicher Grammy. Sie waren da, um von den Bürgermeisterkandidaten der BWG, CDU und SPD Antworten auf ihre Fragen zu bekommen. Nachdem Herausgeberin Danuta Szczesniewski die Gäste begrüßt hatte übergab sie das Wort an Fernsehmoderatorin Singa Gätgens, die charmant durch den Abend führte. Auf der Bühne nahmen Peter Liske (BWG), Rolf Lammert (CDU) und Karl-Heinz Franze (SPD) Platz.
Auf die erste Frage: Bönningstedt ist pleite, Ellerbek nicht – was wollen Sie verändern, antworteten die Kandidaten wie folgt:
Karl-Heinz Franze (SPD): Ellerbek hat mehr Gewerbe, wir müssen Gewerbeflächen entwickeln. Wohnen und Gewerbe muss miteinander harmonieren.
Rolf Lammert (CDU): Wir wollen vorhandene Gewerbetreibende unterstützen und ein moderates Wohnbaugebiet erschließen.
Peter Liske (BWG): Wir haben dafür gesorgt, dass Kostentreiber verschwinden. Wir müssen Gewerbe ausweisen. Wir sind nicht der Meinung, dass man so mit Wohnungsbau Einnahmen generieren kann, dafür müssten die Investoren an Kosten beteiligt werden.
Die Frage, wie mit den Straßenausbaubeiträgen umgegangen werden soll, wurde wie folgt geantwortet:
Karl-Heinz Franze (SPD): Wir sind für eine gerechtere Verteilung der Kosten.
Rolf Lammert (CDU): Wir wollen sie abschaffen.
Peter Liske (BWG): Wir wollen sie abschaffen wenn die Kosten vom Land erstattet werden.
Dann wurde eine Frage zum kulturellen Angebot in Bönningstedt und der Schließung der VHS gestellt.
Peter Liske (BWG): Für die Schließung der VHS war nicht die BWG verantwortlich, sondern sie wurde vom Amt Pinnau beschlossen. Dort wurden auch viele Sportkurse angeboten. Wir wollen für unsere Bürger aber nicht gegen unseren Sportverein agieren.
Rolf Lammert (CDU): Bildung kostet Geld. Auch Erwachsenenbildung. Aber das Problem der Sportkurse war bereits mit der Leiterin der VHS gelöst worden. Wir können uns eine Kooperation mit der VHS Pinneberg oder mit Quickborn vorstellen.
Karl-Heinz Franze (SPD): Zur Fortführung der VHS hat es letztlich an 10.000 Euro gemangelt. Erwachsenenbildung muss in Bönningstedt wieder stattfinden, wir wollen Kooperationen anleiern.
Es folgte eine Frage zur Anbindung des Ostermoors.
Peter Liske (BWG): Wir wollen einen Lebensmittelversorger in den Bönningstedter Norden bringen. Und auch Nahverkehr, aber das wird von den Behörden regelmäßig abgelehnt. Wenn das Gewerbegebiet dort ausgedehnt wird, haben wir auch mehr Fahrgäste, die dort hinwollen.
Karl-Heinz Franze (SPD): Wir wollen die Flächen hinter der Grundschule erschließen und einen Lebensmittelversorger ansiedeln.
Rolf Lammert (CDU): Der 2. Haltepunkt im Norden wurde im Gespräch von der AKN rigoros abgelehnt. Die Einrichtung eines Shuttlebusses, zum Beispiel durch Ehrenamtliche aus dem Freiwilligenforum könnte eine Lösung sein.
Die Besucher verfolgten die Veranstaltung aufmerksam und spendeten Applaus oder äußerten auch mal durch höhnisches Lachen und Bemerkungen ihr nicht vorhandenes Einverständnis mit den Statements der Kommunalpolitiker.
Abschließend forderte Moderatorin Singa Gätgens die Bürgermeisterkandidaten auf, innerhalb von 60 Sekunden zu erklären, warum die Wähler sich für sie entscheiden sollten. Hier die Antworten:
Karl-Heinz Franze (SPD): Wir sind hoch motiviert, haben unsere Mannschaft neu aufgestellt und verjüngt. Wir können das Dorf nur gemeinsam nach vorn bringen.
Peter Liske (BWG): Wir treten mit einem starken Team an, haben zehn Jahre hart gearbeitet, um das Dorf nach vorn zu bringen.
Rolf Lammert (CDU): Wir sind hochmotiviert. In unserem Wahlprogramm steht hinter jeder Facette ein Konzept. Das wird gemeinsam mit Ihnen umgesetzt.
Nach der Fragestunde standen die Gäste noch lange mit kalten Getränken vor dem Partyspeicher, genossen den sommerlichen Abend und Tim Bunges Klavierspiel. aw
- Über 100 Besucher waren zur Veranstaltung gekommen
- Die Kandidaten stellten sich den Fragen der Besucher
- Gute Stimmung bei den Besuchern
- Tim Bunge spielt gut gelaunt Klavier, die Sonnenbrille steckte in der Hemdtasche
- Singa Gätgens moderierte die Wahl-Arena
- Die Sonne schien warm in den Veranstaltungsraum
Dorfgeflüster Informationen rund um Bönningstedt, Ellerbek, Schnelsen, Hasloh, Quickborn und Rellingen.





