Hamburger Verkehrssicherheitsbilanz 2017
Trotz steigender Zahl der Verkehrsteilnehmer haben sich auf Hamburgs Straßen im vergangenen Jahr erstmals seit drei Jahren wieder weniger Verkehrsunfälle ereignet. Ihre Zahl ging um 551 auf 67.881 zurück. Auffällig ist der Rückgang der Anzahl der Unfälle mit Personenschaden um 3,1 Prozent. Dabei verunglückten 242 Menschen weniger als im Vorjahr, die Zahl der verunglückten Kinder sank auf einen neuen historischen Tiefststand. Mit Ausnahme des Jahres 2010 war das Risiko, in Hamburg durch einen Verkehrsunfall verletzt zu werden, nie geringer als 2017.
Dennoch kamen 28 Menschen im Straßenverkehr ums Leben (2016: 29 Verkehrstote), darunter waren 13 Fußgänger. Unter den Verkehrstoten 2017 befand sich kein Kind.
Mit einer Steigerung der Anzahl der verunglückten Fußgänger um 8,2 Prozent (+86) und den 13 getöteten Fußgängern muss allerdings ein besonderes Augenmerk auf diese Verkehrsunfälle gerichtet werden. Immer wieder ist festzustellen, dass Fußgänger unachtsam die Fahrbahn betreten und dabei verunglücken. Sie sollten insbesondere darauf achten, sich nicht z.B. durch Smartphones oder Musik aus dem Kopfhörer vom Straßenverkehr ablenken zu lassen.
Dazu Polizeipräsident Ralf Martin Meyer: „Die Entwicklung der Verkehrsbilanz ist insgesamt erfreulich, kann uns in manchen Bereichen aber nicht zufriedenstellen. Wir werden insbesondere den Fokus auf Verkehrsunfälle mit Fußgängern richten und unsere präventiven Maßnahmen in diesem Bereich noch intensivieren.”
„Obwohl immer mehr Menschen auf Hamburgs Straßen unterwegs sind, sinkt die Zahl der Unfälle und der dabei Verletzten. Das ist ein Erfolg, für den ich mich bei unserer Polizei und allen Unterstützern der Verkehrssicherheitsarbeit ausdrücklich bedanke”, sagte Hamburgs Innensenator Andy Grote. „Die aktuelle Zunahme der Fußgängerunfälle zeigt jedoch beispielhaft, dass wir unsere Anstrengungen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit immer konsequent weiterentwickeln müssen. Da zu schnelles Fahren nach wie vor eine der Hauptursachen für schwere Unfälle ist, müssen die Geschwindigkeitskontrollen verstärkt werden. Um hier noch besser zu werden, werden wir in diesem Jahr erstmals neue mobile Geschwindigkeitsüberwachungsanlagen erproben. Wie hoch die Verkehrssicherheit in unserer Stadt ist, hängt am Ende von jedem einzelnen von uns ab. Wir alle haben es in der Hand, ob wir durch unser persönliches Verhalten im Straßenverkehr die Stadt etwas sicherer oder unsicherer machen. Deshalb: Blick nach vorn und Finger weg vom Smartphone!” aw/ots
Dorfgeflüster Informationen rund um Bönningstedt, Ellerbek, Schnelsen, Hasloh, Quickborn und Rellingen.