Newsticker
Startseite | Orte | Bönningstedt | Bönningstedt: Mühlenau-Brücke bleibt Reizthema

Bönningstedt: Mühlenau-Brücke bleibt Reizthema

Dass mit der Fußgängerbrücke über die Mühlenau etwas passieren muss, ist klar. 2014 wurde das Bauwerk zunächst voll gesperrt, da die Verkehrssicherheit durch eine abgängige Betonaufkantung an den Seiten der Brücke beeinträchtigt. Seit rund fünf Jahren nun steht eine provisorische Absperrung. Ein Kauf der bislang gemieteten Sicherungselemente wurde durch die bereitstellende Firma kürzlich abgelehnt.

Um die Zukunft der Brücke zu planen, war das Ingenieursbüro Trebes aus Rendsburg bereits vor längerer Zeit beauftragt worden, um den Zustand der Brücke zu beurteilen und Planungen eines eventuellen Neubaus voranzutreiben. Diplom-Ingenieurin Andrea Ulrich stellte die Ergebnisse bei der jüngsten Sitzung des Bauausschusses im Kulturzentrum Kieler Straße in Bönningstedt vor. „Eine Sanierung ist nicht möglich, da die Verankerungen des Geländers an der abgängigen Kante nicht angebracht werden können“, sagte Ulrich. Ein Ersatzneubau ­– eine Fachwerktrogbrücke in Aluminiumausführung – sei die sinnvollste Möglichkeit, um die Verkehrssicherheit wiederherzustellen. Durch eine Verbreiterung von vier auf neun Quadratmeter werde der Bach sich in Zukunft bei Hochwasser weniger anstauen und nicht so schnell Überschwemmungen verursachen.

„Das Thema beschäftigt uns jetzt seit 2014“, sagte Ausschussvorsitzender Björn Kass. Ursprünglich mit rund 140.000 Euro veranschlagt, haben steigende Materialkosten der verschiedenen Gewerke auch den Preis des Baus in die Höhe getrieben. Rund 250.000 Euro inklusive Planungs- und Nebenkosten seien inzwischen realistisch. Die Brücke soll weiterhin nur von Fußgängern und Fahrradfahrern genutzt werden können.

Bürgermeister Rolf Lammert (CDU) zeigte sich irritiert. „Der Vortrag kommt vier Jahre zu spät“, sagte er. Inzwischen würden Preise deutlich überschritten, ohne aber die genaue Summe abschließend zu kennen. „Ich find’s irre, 250.000 Euro für so eine kleine Brücke“, meldete sich Ausschussmitglied Andreas Heidorn (CDU) zu Wort. Ingenieurin Ulrich betonte, dass die Planungen bereits seit längerer Zeit „in der Schublade auf den Startschuss warten“. Wie es nun aber weitergehen soll, wurde während der Sitzung nicht abschließend beraten. nas

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.Benötigte Felder sind markiert *

*