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Bönningstedt/Schenefeld – Betrugsversuche über WhatsApp

Am Montag, den 25.04.2022, ist es in Schenefeld und Bönningstedt wieder zur Betrugsversuchen über WhatsApp gekommen, bei denen falsche Kinder bzw. Enkel versucht haben, ihre Eltern und Großeltern um ihr Geld zu bringen.

Am Montagvormittag erhielt eine 80-jährige Schenefelderin eine WhatsApp von einer ihr unbekannten Nummer auf ihrem Handy.

Angeblich würde es sich um die Tochter handeln, deren Smartphone kaputtgegangen sei. Aufgrund dessen habe die Tochter jetzt auch eine neue Nummer.

Im weiteren Chat äußerte die angebliche Tochter, dringend Geld zu benötigen und bat ihre Mutter um die Überweisung von 1.900 Euro.

Die Geschädigte kam der Bitte zügig nach und überwies das Geld per Echtzeitüberweisung.

Daraufhin forderten die Betrüger eine zweite Überweisung über 1.400 Euro. Da jetzt das Überweisungslimit griff, wies die Seniorin lediglich 1000 Euro auf dasselbe Konto an.

Im anschließenden Gespräch mit ihrem Ehemann äußerte dieser den Betrugsverdacht. Kurz darauf meldete sich die Hausbank der Schenefelderin und hinterfragte die Richtigkeit der Überweisungen. Die zweite Überweisung über 1000 Euro konnte noch gestoppt werden.

Ob sich die erste Überweisung stoppen ließ, war bei Anzeigenaufnahme noch unklar.

In den letzten Wochen hat diese relativ neue Masche auch im Kreis Pinneberg zugenommen.

In den meisten Fällen blieb es bei Versuchstaten, bei denen die Angeschriebenen misstrauisch wurden und sich über die „alte“ Nummer an ihre Kinder wandten, so auch bei zwei Fällen aus Bönningstedt.

Erstmalig am Mittwoch der letzten Woche erhielt ein 58-Jähriger eine WhatsApp seines angeblichen Sohnes, der er auch zunächst Glauben schenkte. Als der Junior schließlich am gestrigen Montag um die Begleichung einer offenen Rechnung über knapp 1700 Euro auf ein niederländisches Konto bat, wurde der Vater stutzig.

Mit der gleichen Masche versuchte es die „Enkelin“ einer Schenefelderin am Montag. Für ein neues Handy bräuchte die junge Frau angeblich 1.200 Euro. Da ihr die Situation unangenehm sei, bat sie ihre Oma, nicht mit Dritten darüber zu reden.

Die Angeschriebenen ließen sich nicht beirren und erstatteten Strafanzeigen.

Auffällig ist, dass die Betrüger ihre Opfer unter dem Vorwand der finanziellen Notlage zu Sofort- bzw. Echtzeitüberweisungen drängen. Hierbei besteht häufig keine Chance auf eine Rückbuchung.

An dieser Stelle weist die Polizei darauf hin, sensibel mit Nachrichten unbekannter Rufnummern umzugehen. Erteilen Sie Unbekannten keine Auskünfte über Ihre finanzielle Situation, geben Sie weder persönliche Daten noch Kontoverbindungen preis und gehen Sie niemals auf finanzielle Forderungen per SMS, Mail oder Anruf ein. Ein persönlicher Kontakt zu einem Angehörigen kann schnell Aufklärung darüber verschaffen, ob es sich um einen Betrug handelt.

Sollte es dennoch bereits zu einer Überweisung gekommen sein, wenden Sie sich schnellstmöglich an Ihre Bank, um den Geldfluss zu stoppen und erstatten Sie Strafanzeige bei der Polizei. ots/ds

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