Coronavirus in Rellingen gemeldet
Am Dienstagnachmittag, den 03.03.2020, wurde nach dem zweiten Labortest der erste Fall einer Covid-19 Erkrankung im Kreis Pinneberg mit “sehr hoher Wahrscheinlichkeit bestätigt” so Kreissprecher Oliver Carstens. Damit ist dies die 5. Corona-Infektion in Schleswig-Holstein (Stand 3.3., 14:00 Uhr)
Der betroffene Patient aus Rellingen ist Mitarbeiter im UKE und hatte wahrscheinlich Kontakt zum bekannten Corona-Fall aus Henstedt-Ulzburg, einem Kinderarzt aus dem UKE.
Der Patient befindet sich derzeit in häuslicher Isolation und ist in regelmäßigem telefonischen Kontakt zum Kreisgesundheitsamt des Kreises Pinneberg. Eine stationäre Aufnahme in ein Krankenhaus ist aufgrund des aktuell stabilen Gesundheitszustandes derzeit nicht erforderlich.
Auch seine Ehefrau und seine beiden Kinder sind häuslich isoliert, aktuell aber noch symptomlos. Eine diagnostische Abklärung ist veranlasst. Die Personen, die mit der Familie engen Kontakt hatten, werden derzeit durch die Hamburger Gesundheitsbehörde (Arbeitsort) und die Kreisgesundheitsbehörde (Wohnort) ermittelt, informiert und gegebenenfalls auf den Erreger getestet.
Der Mitarbeiter hat eine Ehefrau und zwei Kinder, ein Kind besucht den katholischen Kindergarten Sankt Michael in Pinneberg, das zweite Kind die Brüder-Grimm-Grundschule in Rellingen. Beide Einrichtungen wurden vom Gesundheitsamt des Kreises Pinneberg in Abstimmung mit Stadt, Gemeinde und Kirche bis auf weiteres geschlossen. Dr. Angelika Roschning, Leiterin des Fachdienstes
Gesundheit bei der Kreisverwaltung Pinneberg in Elmshorn betont, das es sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme handelt:
“Dies ist eine Vorsorgemaßnahme, um weitere Infektionen zu verhindern. Nach unserem heutigem Kenntnisstand und dem was bisher bekannt ist, können zwar auch Kinder an dem Virus erkranken, haben in der Regel aber einen eher leichten Krankheitsverlauf. Eine akute Gefährdung der Kinder sehen wir nicht. Sollte das Virus bei den betroffenen Kindern nachgewiesen werden, werden wir weitere Untersuchungen veranlassen. Vorsorgliche Testungen auf Covid-19 sind derzeit nicht zielführend. Bis dahin bitte ich die bekannten Hygienemaßnahmen zu beachten”.
Der Kreis wird über das weitere Verfahren / Dauer der Schließung etc. informieren, wenn Erkenntnisse dazu vorliegen.
Manfred Kannenbäumer, stellvertretender Landrat des Kreises macht deutlich, dass der Kreis Pinneberg diese Situation erwartet hat und mahnt zur gebotenen Sachlichkeit: “Niemanden überrascht es wohl wirklich, dass das Virus jetzt auch bei uns angekommen ist. Wir werden jetzt nach den bewährten Arbeitsweisen vorgehen um das Virus einzudämmen. Alle Beteiligten arbeiten die Situation unaufgeregt ab, wir sind gut aufgestellt”.
Für allgemeine Gesundheitsfragen zum Corona-Virus gibt es ein Bürgertelefon des Bundes: 030/ 346 465 100. Ergänzend ist ab sofort auf Landesebene ein zusätzliches Bürgertelefon des Landes Schleswig-Holstein geschaltet unter 0431/ 79 70 00 01. Das Bürgertelefon ist werktags von 8:00 – 18:00 Uhr erreichbar.
Der Kreis Pinneberg hat ein Bürgertelefon für Nachfragen geschaltet, dieses ist heute ab 15:30 Uhr, dann täglich von 8:00 bis 17:00 Uhr, freitags bis 14:00 Uhr zu erreichen unter der Telefonnummer 04121/ 4502-5000.
Personen mit Atemwegserkrankungen, die zuvor in einem Risikogebiet (darunter auch Teile Italiens) waren oder Kontakt mit einem bestätigten Fall hatten, sollten sich per Telefon an ihre Hausarztpraxis oder an die Tel.-Nummer 116 117 der KVSH wenden (auch außerhalb der Sprechzeiten). PM/ds
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