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Diese Corona-Regelungen gelten ab heute (Montag) im Kreis Pinneberg

Zusätzlich zu den Regelungen, die ab Montag für Schleswig-Holstein in Kraft treten werden, werden im Kreis Pinneberg weitere Maßnahmen gelten. Hintergrund sind die im Verhältnis zum Rest des Landes vergleichsweise hohen Zahlen an Neuinfektionen mit dem Corona-Virus.

Was gilt im Einzelnen?
Bei privaten Zusammenkünften mit Freunden, Verwandten und Bekannten in der Öffentlichkeit und im privaten Bereich dürfen sich maximal 5 Personen aus zwei Haushalten treffen. Kinder unter 14 Jahren werden dabei nicht mit gezählt, soweit dadurch die Gesamtpersonenzahl von 10 nicht überschritten wird. Mitglieder größerer Haushalte mit mehr als 5 bzw. 10 Personen dürfen sich auch in der Öffentlichkeit treffen, allerdings nicht mit weiteren Personen. Das entspricht den Regelungen, die in den meisten Teilen Deutschlands gelten.

Schulen
Um Schulschließungen zu vermeiden und die Schulen noch besser zu schützen, sollen nur noch Schüler*innen, Lehrkräfte und dort Beschäftigte, Anbieter von sprach- und heilpädagogischen Leistungen, Schulbegleiter*innen sowie Mitarbeiter*innen von Mensen oder an der Schule tätigen Firmen die Schule betreten. Allen anderen ist es untersagt. Für schulische Veranstaltungen können Ausnahmen gestattet werden. Diese Regelungen gelten für alle allgemein- und berufsbildenden Schulen, Förderzentren, Ergänzungs- und Ersatzschulen. Die Schulverwaltung wird noch weitergehende schulorganisatorische Maßnahmen treffen und direkt mit dem Schulen abstimmen.

Kindertagesstätten
In Kindertageseinrichtungen müssen alle erwachsenen Personen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Das gilt auch für die pädagogischen Fachkräfte, die aber situationsabhängig vorübergehend darauf verzichten können, z. B. zur gezielten Sprachförderung oder mit Blick auf das Kindeswohl beim Streitschlichten und Trösten der Kinder.

Bei den vermehrten Infektionen in den letzten Wochen sind nicht mehr alle Infektionsketten nachvollziehbar. Insbesondere Ansteckungsquellen sind nicht mehr immer zu ermitteln. Das Infektionsgeschehen ist sehr diffus.

Ziel ist es, mit diesen Maßnahmen die Infektionsketten zu unterbrechen und die sehr dynamische Ausbreitung des Virus im Kreis Pinneberg zu verlangsamen. Außerdem geht es darum, die wesentlichen Funktionen des Gesundheitssystems dauerhaft sicherzustellen. Dafür bedarf es im Kreis Pinneberg zur Zeit einer strengeren Kontaktbeschränkung als im übrigen Land Schleswig-Holstein.

Durch das Betretungsverbot für schulfremde Personen sollen die Kontakte an Schulen und die Gefahr des Eintrags von Infektionen reduziert werden.

Kindertagesstätten
Die bisher vorliegenden Erkenntnisse zur Entwicklung des Infektionsgeschehens zeigen deutlich, dass eine Ansteckung mit dem Corona-Virus in Kindertageseinrichtungen in erster Linie durch Erwachsene passiert. Das zuverlässige Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung durch erwachsene Personen in einer Kindertageseinrichtung bietet also einen wichtigen Schutz für alle Beteiligten. Zudem ist – anders als im Frühjahr 2020 – eine Mund-Nasen-Bedeckung für Kinder eher alltäglich geworden, so dass von einem gewissen Gewöhnungseffekt ausgegangen wird. Ein Verschrecken der Kinder durch das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung durch die Fachkräfte ist somit nicht zu befürchten. Im Falle einer Infektion würden dann die Kinder ggf. nicht als Kontaktperson der Kategorie I zählen und somit die Konsequenzen deutlich geringer: Für Kinder würde nicht in allen Fällen automatisch eine Quarantäneanordnung erfolgen müssen.

Diese Regelungen gelten ab dem 30. November und bis einschließlich zum 20. Dezember. Je nach Infektionsgeschehen, können diese Regelungen verlängert oder vorzeitig aufgebhoben werden.

Außerdem verlängert der Kreis Pinneberg die bestehende Allgemeinverfügung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in Fußgängerzonen, Haupteinkaufsbereichen, Bahnhöfen und anderen innerörtlichen Bereichen, Straßen und Plätzen mit vergleichbarem Publikumsverkehr, in denen typischerweise das Abstandgebot nicht eingehalten werden kann. Personen, die keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen und für die eine Ausnahme nicht zutrifft, sind das Betreten, der Aufenthalt und die Nutzung der öffentlich zugänglichen Bereiche nicht gestattet.

Grundsätzlich ist in der Zeit von Montag bis Samstag zwischen 6 und 22 Uhr ist in den folgenden Bereichen eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen:

Auf dem Gebiet der Stadt Elmshorn:
Im Bereich des Bahnhofs einschließlich der Bahnsteige, der Bahnunterführungen und des Bahnhofsvor-platzes. Dazu gehören der westliche Eingangsbereich von der Königstraße, durch die Bahnunterführung in die Mühlenstraße bis zur Kreuzung Lindenstraße, von Gleis 1 kommend zur Bahnunterführung, in den Fahrradunterständen links und rechts der Bahnunterführung auf der östlichen Seite sowie der Tarasconer Weg bis zur Parkpalette und der Weg entlang der Parkpalette bis zur Julius-Leber-Straße, sowie im Bereich der Elmshorner Innenstadt von Montag bis Samstag nur in der Zeit von 10 bis 18 Uhr im Bereich der Königstraße vom Bahnhof bis zum „Alten Markt“ sowie in dessen Bereich um die St. Nikolai-Kirche.

Auf dem Gebiet der Stadt Pinneberg:
Im Bereich des Bahnhofs, einschließlich der Bahnsteige, der Bahnunterführungen und des Bahnhofsumfeldes bis einschließlich des Busbahnhofs südwestlich der Rockvillestraße, sowie im Bereich der Pinneberger Innenstadt der Rathausvorplatz, die Bismarckstraße von der Friedrich-Ebert-Straße bis zur Straße Am Rathaus, die Straße Drosteiplatz, der Vorplatz der Drostei (Platz der Kinderrechte), der Rübekamp von der Drostei bis einschließlich dem Grundstück des Stadtmuseums sowie der Bereich der Dingstätte zwischen der Schauenburgerstraße/Elmshorner Straße und dem Damm/der Friedrich-Ebert-Straße, ebenso wie der Fahltskamp zwischen der Bahnhofstraße und der Dingstätte.

Auf dem Gebiet der Stadt Tornesch:
Im Bereich des Bahnhofs, einschließlich der Bahnsteige und der Brücke über die Gleise.

Auf dem Gebiet der Stadt Uetersen:
In der Fußgängerzone und im Bereich des Wochenmarktes sowie der Parkpalette ausschließlich freitags zwischen 7 und 14 Uhr.

Auf dem Gebiet der Stadt Wedel:
Werktags in der Zeit von 7 bis 19 Uhr um den S-Bahnhof Wedel vom Rosengarten 3 bis Rathausplatz 1 einschließlich dem ZOB-Gelände sowie werktags in der Zeit von 8 bis 18 Uhr in dem Haupteinkaufsbereich vom Rathausplatz 2 bis zur Bahnhofstraße 50. Ausgenommen davon ist die Freifläche vor dem Rathaus.

Diese Regelungen und die für den Zutritt zur Insel Helgoland werden bis zum 20. Dezember verlängert. Personen, die aus beruflichen Gründen oder zu Familienbesuchen nach Helgoland einreisen oder dort ihren Wohnsitz haben, müssen weiterhin ein negatives Testergebnis in Bezug auf eine Infektion mit dem Corona-Virus vorlegen. Die Anforderungen an die Tests sind in der Allgemeinverfügung näher bestimmt.

Im Wesentlichen gilt: Die zu Grunde liegende Testung darf entweder höchstens 48 Stunden vor Einreise festgestellt worden sein. Alternativ ist vor der Anreise nach Helgoland ein Schnelltest durchzuführen. Sollte dies auf dem Festland nicht möglich sein, ist vor der Anreise nach Helgoland eine Terminbestätigung darüber vorzuweisen, dass ein Schnelltest auf Helgoland unmittelbar nach der Ankunft erfolgen wird. Weiterhin ist bei der Einreise nach Helgoland ein vorgegebenes Einreisedokument auszufüllen und auf dem Schiff bzw. am Flugplatz abzugeben.

Es ist weiterhin das Ziel des Gesundheitsamtes, so schnell wie möglich Kontakt zu allen positiv Getesteten aufzunehmen. Das kann allerdings aufgrund der bloßen Menge an Fällen derzeit mehr Zeit in Anspruch nehmen.

Was können Getestete selbst tun, wenn sie ein positives Testergebnis per QR-Code erhalten?

Testperson (10 Tage) und mit im Haushalt lebende Personen (14 Tage) gehen in häusliche Isolation
sich beim Gesundheitsamt melden unter der E-Mail-Adresse infektionsschutz@kreis-pinneberg.de
Kontaktliste erstellen (Vorname, Name, Anschrift, Telefonnummer, E-Mail-Adresse)
Enge Kontaktpersonen über erhöhtes Infektionsrisiko informieren und bitten, sich abzusondern und auf Symptome zu achten
Anruf vom Gesundheitsamt abwarten
Die schriftliche Quarantäne-Anordnung mit weiteren Informationen abwarten

Wer ist enge Kontaktperson? – Entsprechend den Definitionen des RKI z.B.:

Kontakt mit einem positiv Getesteten von mindestens 15 Minuten von Angesicht zu Angesicht, das sind auch die Personen aus dem gleichen Haushalt oder
Gemeinsamer Aufenthalt mit einem positiv Getesteten von länger als 30 Minuten in einem beengten Raum, ohne dass ausreichend gelüftet wurde oder
Kontakt mit Sekreten eines positiv Getesteten z.B. durch Küssen, Anniesen, Anhusten
Was können enge Kontaktpersonen von positiv Getesteten tun?
Sich unmittelbar nach Kenntnis häuslich isolieren
Sich beim Gesundheitsamt melden unter der E-Mail-Adresse kontaktperson@kreis-pinneberg.de
Anruf vom Gesundheitsamt abwarten
Im Schnitt sind es etwa 20-30 Kontaktpersonen, die pro positiv getestete Person anzusprechen sind. Das Gesundheitsamt legt hier die Priorität aktuell auf die Bereiche, in denen Risikogruppen oder Gemeinschaftseinrichtungen wie Schulen und Kindertagesstätten betroffen sind. Ein geringes Infektionsrisiko besteht dagegen, wenn regelmäßig eine geeignete Mund-Nasen-Bedeckung getragen, die Mindestabstände von 1,5 m eingehalten und immer wieder stoßgelüftet wird.

Was ist zu tun bei auftretenden Symptomen?

bis zur Klärung möglichst Kontakte zu anderen Menschen meiden
Telefonisch beim Hausarzt melden
Außerhalb der Sprechzeiten in nicht aufschiebbaren Fällen beim ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116117 anrufen
Die Ärzte entscheiden im Rahmen der Diagnostik über die Notwendigkeit einer Testung. Handelt es sich eindeutig um Erkältungssymptome, muss nicht zwingend getestet werden.

Ist ein Test ohne Symptome und ohne Kontakt mit einem Infizierten möglich?

Beim Hausarzt anrufen und erfragen
Selbst bezahlen
Weiterhin empfiehlt das Gesundheitsamt dringend, die Corona-WarnApp zu nutzen. Sie kann die eigene und die Gesundheit der Mitmenschen schützen und hilft bei der Ermittlung der Infektionswege. Wer getestet wird erhält einen QR-Code, hinter dem das Testergebnis hinterlegt ist. Dieser Code kann mit der App eingescannt werden und ist dann mit dem Ergebnis automatisch dort hinterlegt. Es geht aber auch über eine TAN, die über eine Hotline erfragt werden kann.

Wer über die Corona-Warnapp die Nachricht erhält, dass es einen Risiko-Kontakt gab und die Anzeige in rot erscheint, sollte die weiteren Anweisungen der App befolgen und sich bei Aufforderung durch die App umgehend selbst isolieren und beim Hausarzt, dem ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116117 oder beim Gesundheitsamt melden. Meist wird ein Test erforderlich sein, der Arzt trifft die Entscheidung, ob eine Krankschreibung erfolgt, das Gesundheitsamt entscheidet über eine Quarantäne. Bei einem Hinweis auf einen Kontakt mit geringem Risiko bleibt die Anzeige grün. Es ist nichts weiter zu veranlassen, jedoch sollten Sie auf Symptome bei sich achten.

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