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Hasloh: Bürger des Jahres 2018 geehrt

„Unsere Bürger des Jahres 2018 sind die Männer und Frauen der Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Hasloh“ verkündete Bürgermeister Bernhard Brummund während der Neujahrsempfangs der Gemeinde am Sonntag, 20. Januar. Seit ihrer Gründung 1890 habe sich die Wehr um die Sicherheit der Bevölkerung verdient gemacht. „Der Aufgabenbereich ist seitdem vielfältiger geworden, Sie sind zu jeder Tages- und Nachtzeit bereit auszurücken und bereichern darüber hinaus das Dorfleben mit zahlreichen Veranstaltungen“, so Brummund in seiner Laudatio. Auch bei diesem Empfang hielten die Kameraden die Brandwache. Unwetter wie im vergangenen Mai hätten einmal mehr das große Engagement der Feuerwehr gezeigt. „Für unsere Sicherheit stellen Sie private Interessen zurück und gehen manchmal auch hohe Risiken ein. Dafür möchte ich Ihnen danken“, lobte Brummund die Kameraden.

Wehrführer Thomas Krohn berichtete den Gästen von insgesamt 103 Einsätzen im vergangenen Jahr, 91 davon im Hasloher Gemeindegebiet. „Wir sind sehr schnell, unsere Ausrückezeit – also die Zeit, in der wir das Haus verlassen und dem Moment, wenn wir mit dem Einsatzfahrzeug losfahren, beträgt gerade einmal drei Minuten“, sagte er. 97 Prozent davon seien stille Alarmierungen. „Aber manchmal heult dann eben nachts um 3 Uhr die Sirene – zuletzt, als wir zu einem Unfall gerufen wurden, bei dem eine junge Frau tödlich verunglückt war“, erklärte der Wehrführer. Immer wieder habe es dann auch über die „Lärmbelästigung“ Beschwerden gegeben. „Ich denke dann immer nur: Vielleicht haben diese Menschen ja auch eine Tochter, die verunglücken könnte. Dann wären sie froh, dass wir so schnell sind und dieses Leben vielleicht noch retten können“, sagte Krohn und erntete mit diesen Worten tosenden Applaus.

Zwei weitere Einsätze aus 2018 seien ihm besonders nahe gegangen. „Das eine war eine Personensuche, die am Vormittag begann und sich leider ergebnislos bis in die Abendstunden zog. Wir beschlossen dann, um 24 Uhr die Suche bis zum nächsten Morgen zu beenden“, berichtete Krohn. Er selbst habe die Wache an der Kieler Straße als Letzter verlassen, sei in sein Auto gestiegen und habe gedacht: „Ach komm, jetzt drehst du doch noch eine Runde durchs Dorf, vielleicht findest du die vermisste Person ja!“ Bei seiner Fahrt sei er immer wieder anderen Fahrzeugen begegnet – und bei genauerem Hinsehen, habe er gemerkt, dass auch einige anderen Feuerwehrkameraden noch weitersuchten und nicht so einfach aufgeben wollten. „Das hat mich sehr berührt“, so Krohn.

Der andere Einsatz sei ein Unfall auf der A7 gewesen, in den drei LKW und ein PKW verwickelt gewesen waren. Die LKW-Fahrerin, die den Unfall verursacht hatte, sei dabei verletzt worden und habe ins Krankenhaus gefahren werden müssen. „Die Fahrerin hatte aber einen Beifahrer – einen mit Fell und vier Pfoten! Und die Frage war: Was machen wir mit dem Hund?“, erklärte Krohn. Die Lösung: Ein Kamerad habe das Tier einfach mit nach Hause genommen und 14 Tage gepflegt, bis die Frau wieder gesund aus dem Krankenhaus entlassen worden sei. „Sie sehen also, dass wir weit mehr machen, als unseren Dienst zu versehen“, schloss Krohn und bekam dafür erneut viel Applaus. uts

Mehr über den Neujahrsempfang ist in unserer Februar-Ausgabe zu finden.

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