In einer Sache sind sich die Gemeinden Bönningstedt, Ellerbek und Hasloh inzwischen einig: Es nützt nichts, den Sportplatz an der Gemeinschaftsschule Rugenbergen nur stückweise auszubessern. „Wenn man anfängt, nur teilweise zu sanieren, kommt es zu Ungleichen“, sagte Jochen Haines, Vorsitzender des Schulverbands Rugenbergen, während der vergangenen Sitzung. Zwei Tage zuvor hatte es einen Termin mit Ingenieur Andreas Knoll gegeben, während dem die Vertreter der Gemeinden ihre Fragen stellen konnten. Haines äußerte Unverständnis dafür, dass so wenige Fraktionsmitglieder – gerade aus der Gemeinde Bönningstedt, die mit der Entscheidungsfindung noch zögere – an dem Termin teilgenommen hatten. Immerhin sollen die Gemeinden im September darüber entscheiden, ob es für den Platz eine kleine oder große Lösung – mit oder ohne Kunstrasen – geben soll.
„Eigentlich steht eine große Lösung an, sonst ist die Gewährleistung nicht gegeben“, sagte Haines während der Sitzung. Die Kosten liegen je nach Lösung bei 1,2 oder 1,8 Millionen Euro, die zur Hälfte unter den Trägergemeinden aufgeteilt werden sollen. Zwar würde die große Lösung für die Gemeinde Bönningstedt teurer, durch mögliche Sportförderungen, die der SV Rugenbergen beantragen könne, würde sich die Differenz allerdings nur auf rund 40.000 Euro belaufen. Bei einer kleinen Lösung sei nach wie vor der problematische Naturrasen vorhanden – was den Verein dazu bewegen könnte, sich für die Zukunft nach einem besser bespielbaren Platz umzusehen.
Durch neue Vorgaben zu Kunstrasenplätzen wird das bisher genutzte Granulat nicht mehr gefördert, stattdessen müssen Quarzsand oder Kork verwendet werden. Für den Kunstrasen in Bönningstedt sei Kork das Material der Wahl. Anja Bauer vom Amt Pinnau betonte, dass sich Bönningstedt jederzeit mit Fragen und Bedenken an sie wenden könne. „Wir sind an Ihrer Seite, Sie müssen uns nur ein Signal geben“, sagte sie in Hinblick auf die schwierige Entscheidungsfindung. nas
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