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Sicherheitsexperte beim Klönabend des Dorf-Geflüsters

Über  50 Gäste waren der Einladung von Danuta Szczesniewski zum neuen Italiener „Florenz“ im TuS-Heim Hasloh (Am Sportplatz) gefolgt, um sich in geselliger Runde auszutauschen und Kontakte zu knüpfen. Traditionell hatte die Herausgeberin des Lokalmagazins Dorf-Geflüster einen Referenten für einen Vortrag eingeladen. Dieses Mal war Kemal Celik, Geschäftsführer des Sicherheitsunternehmens „CS Security GmbH“ zu Gast, der kürzlich von Bönningstedt nach Hasloh verzogen ist und seinen Firmensitz in Ellerbek hat.

Private Sicherheit wird wichtiger

Celik, der selbst ausgebildeter Militärpolizist und Feldjäger im Kosovo war, beschäftigt 25 Angestellte und rund zwei Dutzend Aushilfen in seinem Unternehmen. Hauptsächlich ist er im Raum Hamburg im Bereich Objektschutz – beispielsweise in Kliniken – tätig. Doch gerade auch im ländlichen Bereich werde der Bedarf für private Sicherheitsunternehmen sowohl bei Privatpersonen als auch Unternehmen höher.

„Kriminelle zieht es immer mehr aufs Land, weil Objekte dort schneller auszuspähen sind. Es ist dunkler, es ist weniger Bewegung“, so der Experte. Das Thema Sicherheit sei auch bei Hausbesitzern immer mehr im Fokus. „Die Frage ist: Wie mache ich mein Haus sicher? Wie mache ich es einem Einbrecher so unangenehm wie möglich?“, sagte Celik. Er setze in seinem Angebot sowohl auf Präsenz als auch auf mobile Überwachungssysteme wie beispielsweise Alarmanlagen und Kameras, die an den Objekten angebracht werden können. Bei den nächtlichen Streifen gehe es vor allem darum, Präsenz zu zeigen. „Oft sind es in der dunklen Jahreszeit die klassischen weißen Kastenwagen mit fremden Kennzeichen. Wir fahren dann selbst mit drei Fahrzeugen durch die Straßen und zeigen, dass sich hier was bewegt“. Haushalte, die sich an der „Patrouille“ beteiligen und anteilig die Kosten tragen, erhalten ein Schild, dass ihr Objekt überwacht wird.

Kemal Celik beantwortete Fragen rund ums Thema Sicherheit.

Kemal Celik beantwortete Fragen rund ums Thema Sicherheit.

Keine Konkurrenz zur Polizei

In der Runde – in der sich auch zwei Ex-Polizisten befanden ­ wurde die Frage laut, ob private Sicherheitsunternehmen in Konkurrenz zur Polizei stehen würden. „Nein“, sagte Celik, „wir nehmen keine hoheitlichen Tätigkeiten wahr und haben nur das Recht der Jedermann-Festnahme sowie das Hausrecht.“ Gleichzeitig sehe er seine Tätigkeit aber als sinnvolle Ergänzung zur Polizei. „Wir haben jeden Tag Kontakt mit solchen Situationen. Außerdem liegt es nicht in der Verantwortung der Polizei, beispielsweise privates Eigentum oder Kliniken – sogenanntes befriedetes Gelände – präventiv zu schützen.“ Die Polizei sei für Gefahrenabwehr und sonst erst nach Vorfällen im Einsatz“.

Zu sogenannten „Bürgerwehren“ grenzte sich Celik bestimmt ab. „Unsere Dienstleistung geht überhaupt nicht in die Richtung. Bei uns geht es vor allem auch um deutliche Sichtbarkeit mit Ausrüstung und Westen.“

Gerade im Bereich der Überwachungssysteme würde sich die Polizei dankbar über jede verbaute Anlage zeigen, die bei einem Vorfall auch Bilder liefert. So sei ein Sicherheitsdienstleister nicht nur Ergänzung zur Polizei, sondern könnte ihr auch zuarbeiten.

Gastgeberin Szczesniewski zeigte sich sehr zufrieden mit Celiks Vortrag. „Wir hatten ihn auf unserem Neujahrsempfang engagiert und es war sehr locker und entspannt. Ich kann ihn nur weiterempfehlen.“ nas

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