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Stadtplaner stellte B-Plan Nr. 37 der Öffentlichkeit vor /Bedenken der Einwohner wegen Verkehrssituation

So sieht der erste Entwurf für die Wohnbebauung aus.

„Bönningstedt als Gemeinde am Stadtrand von Hamburg liegt in einem Achsbereich. Die Vorgabe der Landesplanung ist also klar: Ihr müsst euch entwickeln“, stellte Stadtplaner Bernd Schürmann (Planungsbüro Stadt Raum Plan aus Itzehoe) gleich zu Beginn klar. Bezüglich des Bebauungsplans Nr. 37 auf dem Gelände der Firma Bunge an der Kieler Straße hatte die Gemeinde Bönningstedt zur frühzeitigen Unterrichtung der Öffentlichkeit ins Kulturzentrum eingeladen. Schürmann und Architekt Kay Ehlers stellten dort die bisherigen Planungsentwürfe für verdichteten Wohnungsbau und Stadtvillen vor, die auf dem Gelände errichtet werden sollen. Ziel sei es, eine Verdichtung im Ortskern sowie die Herausbildung eines Siedlungsschwerpunkts im Bereich des AKN-Haltepunkts voranzutreiben. Die Bürger hatten beim Termin die Möglichkeit, ihre Fragen und Anregungen zum Stand der Planungen vorzubringen.

Rund 70 Wohneinheiten samt Tiefgarage sowie neun Stadtvillen (Reihenhäuser) könnten auf dem 5900 Quadratmeter großen Gelände entstehen. Anwohner hatten besonders zum erhöhten Verkehrsaufkommen Anregungen und äußerten ihre Bedenken. Besonders die Zufahrt zu den geplanten Stadtvillen über Seafordkehre und Ahornstraße. Anwohner Wolfgang Büttner und Christian Ringle wiesen auf die angespannte Parksituation hin. „Schon jetzt parken die Autos in der Spielstraße irgendwo am Rand. Das ist verboten. Sinnvoll wäre es, die Situation zu entschärfen“, sagte Ringle. Stefan Birke von der Feuerwehr Bönningstedt sagte: „Ich habe die Befürchtung dass die Verkehrssituation aus dem Ruder läuft und dass wir dann Probleme haben, mit unseren Fahrzeugen aus der Wache auf die Kieler Straße zu kommen oder wieder einzurücken.“ Stadtplaner Schürmann versprach, die Anregungen weiterzugeben. „Momentan befinden wir uns in einem sehr frühen Stadium der Planungen“, betonte er. Deshalb seien noch keine verkehrsrechtlichen Details festgemacht. Auch die Planungen auf dem Gelände selbst seien bisher erst grob und noch nicht ausgearbeitet.

Björn Kass vom Bauausschuss merkte an, dass der Ausschuss bereits beschlossen habe, für 2020 einen Verkehrsplaner einzuschalten, der die Belange aller anstehenden Bauvorhaben zusammenführen solle. Vereinzelt wurden Zweifel an der Verträglichkeit des Bauprojekts laut. „Das Projekt passt wunderbar in das Konzept der Nachverdichtung“, versicherte Stadtplaner Schürmann. Fragen nach Details der Planungen wies er zurück. „Wir sind erst am Anfang, momentan geht es nur um eine frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung“, sagte er mehr als einmal während des Abends. Sobald die Planungen voranschreiten und wiederum vom Bauausschuss genehmigt werden, gibt es für die Bürger Bönningstedts erneut die Möglichkeit, sich zu beteiligen: Dann werden die Pläne öffentlich ausgelegt und Einwohner können sich innerhalb von vier Wochen schriftlich äußern. nas

Die bei der Vorstellung verwendete Präsentation gibt es hier online:

https://www.quickborn.de/quickborn_media/Dokumente/Gemeinde+B%C3%B6nningstedt/Bebauungsplan+Nr_+37/Fr%C3%BChzeitige+Unterrichtung+am+28_08_2019+_+Pr%C3%A4sentation-p-5055.pdf

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