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Überweisungsautomat: Sparkassenmitarbeiter stellten sich dem Gespräch

Hans Schulz zeigte sich besorgt über den Rückzug der Sparkasse aus dem dörflichen Bereich.

Hans Schulz zeigte sich besorgt über den Rückzug der Sparkasse aus dem dörflichen Bereich.

Oliver Eggerstedt (von links), Rosa Ceballo Brian und Oliver Rudat kamen in die Dorfgeflüster-Redaktion.

Oliver Eggerstedt (von links), Rosa Ceballo Brian und Oliver Rudat kamen in die Dorfgeflüster-Redaktion.

Manchmal sachlich, manchmal hitzig war die Diskussion rund um den Abbau des Überweisungsautomaten in der SB-Filiale Am Markt.

Manchmal sachlich, manchmal hitzig war die Diskussion rund um den Abbau des Überweisungsautomaten in der SB-Filiale Am Markt.

Die Stimmung war aufgeheizt, die Resonanz groß: Mehr als ein dutzend Menschen waren in die Dorfgeflüster-Redaktion am Markt gekommen, als sich Oliver Rudat, Oliver Eggerstedt und Rosa Ceballo Brian von der Sparkasse Südholstein ihren Fragen stellten, die im Zuge des geplanten Abbaus des Überweisungsautomaten aufgekommen waren. „Es ist uns wichtig, Ihnen Gründe zu nennen und Alternativen anzubieten“, sagte Eggerstedt, Direktor des medialen Vertriebs. Eine davon ist das Telefonbanking, bei dem die Kunden ihre Überweisungen sowie Kontostandsabfragen von zu Hause aus erledigen können. „Wir haben 37 Mitarbeiterinnen in der Telefonzentrale“, sagte Ceballo Brian, Leiterin der telefonischen Kundenbetreuung.

Einige Missverständnisse und Gerüchte – etwa über stundenlange Warteschleifen – konnte sie ausräumen. „Das ist technisch nicht möglich, wenige Minuten sind die längste Wartezeit.“ Aus der Runde erhielten die Sparkassenmitarbeiter Unterstützung: „Das Telefonbanking funktioniert wirklich einwandfrei“, sagte auch der Bönningstedter Hans Schulz, der an der Diskussion teilnahm. Ihm machte die Entwicklung – Abschaffung der Filiale, Abschaffung der kostenfreien 0800er-Nummer sowie jetzt der Abbau im SB-Terminal ­ Sorgen. „Ich verstehe, dass Sie Geld verdienen müssen“, räumte er ein, erinnerte aber auch an den Auftrag der Sparkasse. Die schlechte Nachricht des Vormittags: Dass der Automat bleibt, ist ausgeschlossen. „Es geht nicht nur um diesen einen Automaten. Es werden eine Reihe von Automaten abgebaut, deren Leasing-Vertrag jetzt ausläuft“, sagte Eggerstedt.

Einige Kunden waren unzufrieden mit diesem Ergebnis und kündigten ihren Wechsel zu einem anderen Finanzinstitut an. Bürgermeister Rolf Lammert, der ebenfalls zum Gespräch dazugestoßen war, warf ein, dass es vielen Menschen im dörflichen Bereich nicht zuzumuten sei, weite Wege auf sich zu nehmen. Die Sparkassenabgesandten zeigten sich gesprächsbereit, beispielsweise bei Bönningstedter Kunden, die ihre Kontoauszüge nun nicht mehr in der SB-Filiale ausdrucken können. „Rufen Sie in unserer Filiale an“, sagte Eggerstedt, „melden Sie sich bei Ihrem Kundenbetreuer, und dann finden wir eine Lösung“. Übrigens: Wer seine Überweisungen nicht am Telefon tätigen will, kann das weiterhin per Überweisungsträger postalisch tun. nas

Informationen zum Telefonbanking:

  • Nummer: 04321 408-4444 (montags bis freitags, von 8 bis 19 Uhr zum Ortstarif)
  • 37 Mitarbeiterinnen, kein Sprachcomputer
  • Kontoauskünfte sowie Überweisungen, Daueraufträge, Fragen rund um die Karten und weitere Serviceleistungen ohne Aufpreis möglich
  • Sicherheitscheck durch individualisierte Fragen am Telefon
  • Wichtig: Nur der Kunde ruft an, nicht andersherum!

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