
Die Flächen der Schule, die erweitert werden sollen, sind in diesem Entwurf des Architekten Jan Braker blau gekennzeichnet. Quelle: Jan Braker
Zwei Lager konnte man während der jüngsten Schulverbandssitzung ausmachen: Die einen, die aus Kostengründen am liebsten gar keinen Anbau für die Gemeinschaftsschule Rugenbergen hätten, und auf der anderen Seite die, die die aktuell angedachte Lösung für noch für zu wenig halten. „Wir haben zur Zeit 22 Klassen und 20 Räume“, sagte Schulleiter Karsten Güllich. Es seien bereits andere Räume umgewidmet worden, um alle Kinder unterzubringen.
Da in Zukunft mit einem etwas erhöhten Schüleraufkommen zu rechnen ist, sollen außer umfangreichen Sanierungsmaßnahmen an der Schule auch vier Klassenräume sowie der Verwaltungstrakt erweitert werden. Dirk Janssen vom Schulamt Pinneberg, der ebenfalls der Sitzung beiwohnte, wies auf erhöhten Raumbedarf durch Digitalisierung sowie die Zusammenarbeit von multiprofessionellen Teams im Zuge des Inklusionsunterrichts hin. Vorschläge, die Schülerzahlen durch Abweisung von Kindern aus Nichtträgergemeinden zu begrenzen und damit einen Anbau zu umgehen, wurden verworfen: Dies ist sowohl aus rechtlichen als auch organisatorischen Gründen nicht möglich.
Einige waren sich alle, dass es teuer wird: rund 7,2 Millionen Euro sollen Sanierungsmaßnahmen, Anbau sowie Architektenleistung nach aktuellen Schätzungen kosten. Das zeigte Architekt Jan Braker, der ebenfalls anwesend war. „Ursprünglich waren vier bis fünf Millionen vorgesehen, jetzt sind es schon 7,2 Millionen – eher mehr“, gab Bönningstedts Bürgermeister Rolf Lammert (CDU) zu bedenken. Grundsätzlich stimmten schlussendlich alle Schulverbandsmitglieder für die An- und Umbaumaßnahmen, allerdings mit Einschränkungen. So sollen zumindest im Bereich der Lüftungserneuerung Kosten gespart werden, indem nicht mehr von zwei Versammlungsstätten (Aula und Sporthalle), sondern nur noch von einer ausgegangen wird.
Die nächste Sitzung des Schulverbands findest heute Abend ab 19.30 Uhr in der der Gemeinschaftsschule statt. nas
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