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Weitere Erkenntnisse nach Verfolgungsfahrt mit Schussabgaben in Hamburg-Schnelsen

Am Freitagnachmittag, 09.04.2021, gegen 13.00 Uhr, war es zu einer Verfolgungsfahrt gekommen, bei der Polizeibeamte aus Schleswig-Holstein in Hamburg mehrere Schüsse auf das Fluchtauto abgaben. Der 18-jährige Fahrer musste sich später wegen des Verdachts der gewerbsmäßigen Urkundenfälschung auch noch vor einem Haftrichter verantworten.

Zum Hintergrund wird zunächst auf die gesonderte Pressemitteilung vom vergangenen Freitag verwiesen.

Nach den weiteren Erkenntnissen fuhr der 18-jährige Mann deutscher Staatsangehörigkeit bei seiner Flucht vor dem zivilen Provida-Fahrzeug der Polizeidirektion Neumünster verkehrsgefährdend und missachtete auch mehrere Rotlicht zeigende Ampeln. Als er vom Schleswiger Damm in den Anna-Susanna-Stieg abbog, kam es zur Kollision mit einem unbeteiligten PKW Nissan, dessen Fahrer (47) dadurch leicht verletzt wurde. Dessen mitfahrende, fast zweijährige Tochter blieb unverletzt. Am Beginn des Anna-Susanna-Stiegs rammten die schleswig-holsteinischen Beamten das Fluchtauto mit ihrem zivilen Funkstreifenwagen. Der Fahrer hielt offenbar auch kurz an, setzte seine Flucht dann aber weiter fort. In dieser Situation soll es zu den Schussabgaben gekommen sein. Die Beamten setzten die Verfolgung fort und rammten das Auto in Höhe der Schule erneut. Dort beendete der 18-Jährige seine Flucht schließlich.

Der 18-Jährige erlitt eine Verletzung an der Schulter, seine 15-jährige Beifahrerin blieb unverletzt. Zwar hatten sich zunächst keine Hinweise auf einen Alkohol- oder Betäubungsmittelkonsum ergeben, gleichwohl wurde dem 18-Jährigen eine Blutprobe entnommen. Er war später aber zunächst wieder aus dem Polizeigewahrsam entlassen worden.

Nachdem auch die Unfallaufnahme durch die Spezialisten des Unfalldiensts West (VD 2) abgeschlossen war, durchsuchten Ermittler des Kriminaldauerdienstes (LKA 26) das Fluchtauto. Hierbei fanden die Polizisten im Kofferraum des Audi mehrere offensichtlich gefälschte tschechische Personaldokumente.

Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Hamburg wurden daraufhin Durchsuchungsbeschlüsse für die Wohnungen des Tatverdächtigen und seiner Beifahrerin sowie auch der Wohnung seiner Mutter in Quickborn erwirkt.

Der 18-Jährige befand sich in seiner Wohnung in Langenhorn, als die Ermittler noch am Freitagabend zur Durchsuchung erschienen. Sie beschlagnahmten dort eine Schreckschusswaffe, einen Spezialdrucker, geringe Mengen Betäubungsmittel, knapp 2.000 Euro Bargeld sowie weitere Dokumente.

Weil sich der Tatverdacht der gewerbsmäßigen Urkundenfälschung erhärtet hatte, sprachen die Beamten erneut die vorläufige Festnahme gegen den 18-Jährigen aus. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Hamburg wurde er anschließend auch einem Haftrichter vorgeführt. Mangels Haftgründen erging gegen ihn aber kein Haftbefehl, sodass er später wieder entlassen wurde.

Die weiteren Ermittlungen des zuständigen Landeskriminalamts 145 und des Dezernats Interne Ermittlungen dauern an. ots/ds

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