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Ellerbeker Bürger fordern Verkehrskonzept für die Gemeinde

Auf der Rugenbergener Straße ist Tempo 50 erlaubt

Auf der Rugenbergener Straße ist Tempo 50 erlaubt

Die Verkehrsbelastung in allen Ellerbeker Ortsteilen nimmt zu. Auch wird zu schnell gefahren. Mehrere Bürger nutzten die Einwohnerfragestunde der Gemeindevertretungssitzung in Ellerbek am 12. Dezember, um auf schwierige Verkehrssituationen aufmerksam zu machen. Sie fordern ein Gesamtverkehrskonzept für Ellerbek statt Einzelmaßnahmen.

Regelmäßig fahren Autos zu schnell durch das Alt-Dorf. Nach Auswertungen der jüngst in der Rugenbergener Straße (Kreisstraße 5) aufgestellten Geschwindigkeitstafel hätten durchschnittlich 80 Prozent der Autofahrer die erlaubte Geschwindigkeit überschritten, hieß es in der Sitzung. Zudem gibt es auf weiten Teilen der Rugenbergener Straße keinen sicheren Straßenübergang. Eine Mutter berichtete: „Wir haben jeden Morgen das Problem, dass wir mit unseren Kindern nicht die Straße wechseln können, weil wir von Autos gejagt werden.“ Es habe kürzlich drei schwere Autounfälle gegeben. „Wir möchten endlich sichere Schulwege. Wir fordern die Gemeindevertretung auf, ein auf Ellerbek zugeschnittenes Verkehrskonzept zu erstellen, damit unsere Kinder verkehrssicher hier aufwachsen.“

Anwohner in der Danziger Straße, im Ortsteil Ellerburg, beklagten zu viele und zu schnell fahrende Schwerlaster, die die Sicherheit auf der Straße einschränkten. Auch seien die Straßen dafür nicht ausgelegt, sie senkten sich ab und Rohre würden beschädigt. Es zeigten sich auch bereits Risse an den Hauswänden der Anlieger.

Ein weiterer Kritikpunkt: Zu viele Pendler nutzen die nicht für starken Verkehr ausgelegten Wirtschaftswege des Ortes. Aus diesem Grund hatte die SPD-Fraktion in der letzten Sitzung des Bau- und Umweltausschusses ins Gespräch gebracht, die erlaubte Höchstgeschwindigkeit in der Feldmark auf Tempo 30 zu begrenzen. Angesichts der Tatsache, dass es weitreichendere Probleme gibt, zog sie diesen Antrag in der Gemeindevertretungssitzung zurück: „Wir denken um und sind dafür, dass für Ellerbek ein Gesamtverkehrskonzept entwickelt wird“, sagte der Fraktionsvorsitzende Steffen Jahn.

Mit Blick auf ein Gesamtverkehrskonzepts vertagte die Gemeindevertretung einen Beschluss über die Beantragung von ein oder zwei stationären Blitzgeräten, die in der Rugenbergener Straße für eine Reduzierung der Geschwindigkeit sorgen könnten.

Bürgermeister Günther Hildebrand (FDP) berichtete, dass er Kontakt mit dem Verkehrsplanungsbüro aufgenommen habe, das Anfang der 90er-Jahre das Konzept für die erste Verkehrsberuhigung im Ort entwickelte. „Im Januar kommt ein Verkehrsplaner nach Ellerbek. Ich will mit ihm durch die wesentlichen Straßen in Ellerbek fahren, um eine erste spontane Einschätzung zu bekommen. Dann ist zu klären, was ein Verkehrskonzept kosten wird“. Anschließend wäre das im Bauausschuss zu beraten.“

Bewegung kommt derweil in das Vorhaben „Schul-Radweg neben dem Ihlweg und Rugenbergener Mühlenweg“. So habe der Ausschuss für Wirtschaft, Regionalentwicklung und Verkehr des Kreises Pinneberg einen Zuschuss in Höhe von 460.000 Euro avisiert, der Bewilligungsbescheid stehe allerdings noch aus, sagte Hildebrand. Mit dieser Förderung und weiteren verfügbaren Mitteln sei der Bau gesichert. Die Gemeindevertreter beschlossen, die nötigen Genehmigungen für den Bau des Radweges zu beantragen und die Ausschreibungen vornehmen zu lassen, sobald die Bewilligung vorliegt. Eine Entscheidung über eine befristete Umwidmung der Straße zur Fahrradstraße wurde vertagt. tk

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